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SWE
2 : 0
LIE
 34' Erkan Zengin 1:0
 46' Jimmy Durmaz 2:0
-
EURO 2016 Qualifikation - Gruppe G
12.10.2014 20:45 Uhr
Spielort
Friends Arena, Stockholm
22528 Zuschauer
Schiedsrichter
Mazeika Gediminas (LTU)
Schiedsrichter-Assistenten
Simkus Vytautas (LTU)
Kazlauskas Vytenis (LTU)
Nerijus Dunauskas (LTU)
Petraska Darius (LTU)

Startaufstellung

Andreas ISAKSSON
Martin OLSSON
Mikael ANTONSSON
Andreas GRANQVIST
Pierre BENGTSSON
Jimmy DURMAZ
Kim KÄLLSTRÖM
Albin EKDAL   ab 74' Nabil BAHOUI
Erkan ZENGIN
Johan ELMANDER   ab 79' Pontus WERNBLOOM
Emil FORSBERG   ab 66' Branimir HRGOTA
Cengiz BICER
Ivan QUINTANS

Mario FRICK

Daniel KAUFMANN
Franz BURGMEIER
Michele POLVERINO
Seyhan YILDIZ   ab 27' Daniel BRÄNDLE
Nicolas HASLER
Martin BÜCHEL   ab 83' Sandro WOLFINGER
Andreas CHRISTEN   ab 78' Simon KÜHNE
Dennis SALANOVIC

Ersatzspieler

Johan DAHLIN
Kristoffer NORDFELDT
Mikael LUSTIG
Nabil BAHOUI
Sebastian LARSSON
Zlatan IBRAHIMOVIC
Erik JOHANSSON
Branimir HRGOTA
Jonas OLSSON
Pontus WERNBLOOM
Alexander KACANIKLIC
Niklas HULT
Benjamin BÜCHEL
Daniel BRÄNDLE
Philippe ERNE
Simon KÜHNE
Robin GUBSER
Sandro WOLFINGER
Niklas KIEBER

Trainer

Erik Hamrén
Rene Pauritsch
  • 1'  (0:0)
    Anpfiff in der Friends Arena, deren Dach heute wegen des Regens geschlossen wurde. Liechtenstein ganz in Rot, die Schweden traditionell in gelb-blau. Liechtenstein hat Anspiel.
  • 8'  (0:0)
    Liechtenstein ist in den ersten Minuten gehörig unter Druck. Eine erste grosse Chance nach Kopfball von Forsberg pariert Bicer.
  • 10'  (0:0)
    Die langen Schweden kommen immer wieder zu Kopfbällen. Nach einer Ecke verfehlt Elmander nur knapp.
  • 17'  (0:0)
    Schönes Direktspiel von Elmande rund Durmaz, abgeschlossen mit einem Flachschuss von Elmander knapp am Pfosten vorbei.
  • 22'  (0:0)
    Glück für Liechtenstein als Forsberg wegen Offside zurückgepfiffen wird und das nach schöner Ballannahme erzielte Tor aus kurzer Distanz nicht zählt.
  • 26'  (0:0)
    Toll und mit dem nötigen Glück klärt Burgmeier mit dem Kopf im allerletzten Moment zur Ecke. Der Ball hätte aus kurzer Distanz auch reingehen können ...
  • 27' Daniel Brändle kommt für Seyhan Yildiz (0:0)
    Früher Wechsel: Für Seyhan Yildiz geht's wegen einer Verletzung nicht mehr weiter. Daniel Brändle ersetzt ihn.
  • 32'  (0:0)
    Glück für Liechtenstein nach einem Bodycheck von Burgmeier im Strafraum. Der Schiedsrichter aus Litauen lässt das Spiel weiterlaufen.
  • 34' Erkan Zengin (1:0)
    Unglückliches Tor für Schweden. Zengin schiesst und Quintans lenkt unglücklich ab. Keine Chance für Bicer.
  • 38'  (1:0)
    Kurz vor der Halbzeit lädt der schwedische Torhüter Liechtenstein mit einem Fehlpass zu einer Chance ein, die von Büchel und Salanovic allerdings nicht ausgentützt werden kann.
  • 42'  (1:0)
    80 Meter Vorstoss von Ivan Quintans, den der Verteidiger mit einem Schuss direkt in die Arme des schwedischen Keepers abschliesst.
  • 43'  (1:0)
    Elmander verzieht aus 16 Metern knapp am Kreuzeck vorbei.
  • 44'  (1:0)
    Starke Aktion über Burgmeier, der den Ball behauptet und mit einem langen Ball auf Quintans wechselt, dessen Flachschuss in der schwedischen Abwehr hängen bleibt.
  • 45' (+1) (1:0)
    Halbzeit. Schweden hat 45 Minuten lang mit schnellem und aggressivem Spiel enormen Druck gemacht. Liechtenstein wehrt sich einmal mehr mit grossem Engagement, hat beim Tor aber wie schon in Russland Pech.
  • 46' Jimmy Durmaz (2:0)
    Ganz unglücklicher Beginn der zweiten Halbzeit. 2:0 für die Schweden durch Durmaz nach einem Luftloch von Bicer.
  • 48'  (2:0)
    Grosschance für Schweden, die Martin Olsson aus rund zehn Metern neben das Tor setzt.
  • 49' Mario Frick (2:0)
  • 58'  (2:0)
    Tolle Flugeinlage von Bicer, der einen Bogenball von Zengin aus der Ecke holt.
  • 64' Ivan Quintans (2:0)
  • 66' Branimir Hrgota kommt für Emil Forsberg (2:0)
  • 68'  (2:0)
    Gelungene Aktion für Liechtenstein aus der eigenen Abwehr heraus. Nikolas Hasler und Michele Polverino überqueren das Mittelfeld und bringen den Ball zu Salanovic. der einen Verteidiger aussteigen lässt und zur Mitte passt. Dort hat ein schwedischer Verteider allerdings seinen Fuss zuerst am Ball.
  • 71'  (2:0)
    Distanzschuss von Daniel Kaufmann, am Tor vorbei.
  • 74' Nabil Bahoui kommt für Albin Ekdal (2:0)
  • 78' Simon Kühne kommt für Andreas Christen (2:0)
  • 78'  (2:0)
    Freistoss von Michele Polverino hoch in den Strafraum. Der baumlange schwedische Keeper ist zur Stelle.
  • 79' Pontus Wernbloom kommt für Johan Elmander (2:0)
  • 82'  (2:0)
    Grosses Gück nochmals für Liechtenstein als Hrgota aus kürzester Distanz neben das Tor köpft.
  • 83' Sandro Wolfinger kommt für Martin Büchel (2:0)
  • 88'  (2:0)
    Noch ein Distanzschuss der Liechtensteiner. Diesmal ist es Nicolas Hasler. Sein Schuss geht übers Tor.
  • 90' (+2) (2:0)
    Glanztat von Bicer, der mit einem Reflex den Schuss von Bahoui pariert.
  • 90' (+3) (2:0)
    Polverinio prüft mit einem Schuss von der Strafraumgrenze Torhüter Isaksson.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Liechtenstein schlägt sich selbst

Im EM-Qualifikationsspiel blieb Liechtenstein gegen Schweden ohne Punkte. Mit 2:0 (1:0)-Toren tauchte Liechtenstein gegen das Drei-Kronen-Team. Torschützen waren Quintans (34.) durch ein Eigentor sowie Durmaz (46.).

Letztlich waren es kapitale Eigenfehler, die zu den Toren und somit zur Niederlage führten. Trotzdem geht der Sieg der Schweden in Ordnung, da sie dominant auftraten und sich ein klares Chancenplus erarbeiteten. In der Offensive fehlte ein weiteres Mal die Durchschlagskraft, um das erste Tor in der laufenden EM-Kampagne zu erzielen.

Schweden dank Eigentor
Durch ein unglückliches Eigentor gingen die Schweden in Front: Zengin drang von halblinks in den Strafraum ein, Quintans ging nicht genügend resolut hin und lenkte den Flachschuss unglücklich über Bicer ins lange Eck (1:0). Der Aktion ging ein Missverständnis zwischen Polverino und Christen voraus; ein unnötiger Ballverlust. Wie Montenegro agierten auch die Schweden druckvoll, jedoch mit vielen langen Bällen, denn sie suchten konsequent den kopfballstarken Elmander im Sturmzentrum und waren keineswegs so kreativ wie die Osteuropäer. Nur eine kritische Szene musste Torhüter Bicer in der Startphase klären, als er einen Forsberg-Kopfball glänzend hielt (8.). Glück hatte Liechtenstein als der Ref ein Bengtsson-Tor wegen Abseits zu unrecht annullierte (18.). Den Schweden ging trotz des hohen Ballbesitzes die Präzision im Abschluss ab. Elmander köpfelte zweimal daneben (10. / 43.), schoss zu überhastet (17.), Durmaz jagte das Leder 15 Meter über den Kasten (16.) und Zengin jagte einen Freistoss aus 19 Metern über die Querlatte (37.).

Liechtenstein war mit viel Defensivarbeit beschäftigt, konnte den Ball selten über mehrere Stationen nach vorne spielen, weil die Schweden stark pressten. Dennoch gab es Entlastungen; dem zugrunde lag einerseits die Führung der Schweden, die nun nicht mehr mit der gleichen Konsequenz nach vorne stürmten, sowie kapitale Ballverluste der Gastgeber. Salanovic verlor im Strafraum gegen drei schwedische Verteidiger den Ball, da fehlte die Kaltblütigkeit (38.). Quintans- Schuss fiel harmlos aus (42.) und Christen kam nach starkem Quintans-Querpass nicht optimal an den Ball (44.).

Geschenk führte zum 2:0
Schlimm fiel der Einstieg in die zweite Halbzeit aus: Zuerst ahndete der Ref ein Hands von Zengin nicht, danach spielte Quintans den Ball auf Torhüter Bicer zurück, dessen Querschläger schob Zengin ins lange Eck (2:0).

In der Folge verlief das Spiel ausgeglichen, denn Schweden hatte sich die komfortable Führung erarbeitet und war damit wohl zufrieden. Liechtenstein bemühte sich, um das Anschlusstor zu schaffen. Salanovic fand keinen Abnehmer vor dem Tor (67.), Kaufmann (71.) und Hasler zielten aus der zweiten Linie zu hoch (88.), derweil Polverinos Knaller den schwedischen Torhüter Isaksson zu einer Faustabwehr zwang (93.).

Und Schweden wollte seinen Fans noch weitere Tore bescheren, doch Ekdal schoss übers Tor (48.) und Hrogta köpfelte daneben (82.). Schliesslich konnte sich Torhüter Bicer bei einem Zengin-Schlenzer (58.) sowie den Knallern von Hrgota (88.) und Bahouri (91.) auszeichnen.

Insgesamt war Liechtenstein sehr defensiv eingestellt. Die Müdigkeit nach den zwei Spielen innert vier Tagen war bei einzelnen Akteuren (Büchel, Quintans, Hasler) spürbar, obwohl das Team erneut aufopferungsvoll kämpfte.