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MNE
2 : 0
LIE
 38' Fatos Beciraj 1:0
 56' Stevan Jovetic 2:0
-
EURO 2016 Qualifikation - Gruppe G
05.09.2015 20:45 Uhr
Spielort
Gradski Stadion, Podgorica
- Zuschauer
Schiedsrichter
Javier Estrada (ESP)
Schiedsrichter-Assistenten
Miguel Martinez (ESP)
Teodoro Sobrino (ESP)
Carlos Gómez (ESP)
Eduardo Prieto Iglesias (ESP)

Startaufstellung

Vukašin POLEKSIC
Vladimir VOLKOV
Marko BAŠA
Žarko TOMAŠEVIC
Stefan SAVIC
Nikola VUKCEVIC
Vladimir BOLJEVIC
Fatos BECIRAJ
Stevan JOVETIC   ab 68' Stefan MUGOSA
Adam MARUSIC

Mirko VUCINIC   ab 59' Dejan DAMJANOVIC
Peter JEHLE
Martin RECHSTEINER
Daniel KAUFMANN
Mario FRICK

Seyhan YILDIZ
Michele POLVERINO
Andreas CHRISTEN
Martin BÜCHEL   ab 86' Robin GUBSER
Sandro WIESER
   ab 66' Dennis SALANOVIC
Franz BURGMEIER   ab 76' Niklas KIEBER
Nicolas HASLER

Ersatzspieler

Danijel PETKOVIC
Saša BALIC
Esteban SAVELJIC
Elsad ZVEROTIC
Mladen KASCELAN
Branislav JANKOVIC
Dejan DAMJANOVIC
Stefan MUGOSA
Drasko BOŽOVIC
Milan MIJATOVIC
Cengiz BICER
Robin GUBSER
Armando HEEB
Niklas KIEBER
Dennis SALANOVIC
Mathias SELE
Sandro WOLFINGER

Trainer

Branko Brnovic
Rene Pauritsch
  • 1'  (0:0)
    Das Spiel läuft. Liechtenstein ganz in blau hat Anspiel, die Montenegriner ganz in rot. In der Startformation auch Martin Rechsteiner, der sein letztes Länderspiel im Februar 2012 bestritten hatte.
  • 1'  (0:0)
    Mama mia, das wäre ein Auftakt gewesen. Nicolas Hasler bekommt nach wenigen Sekunden allein vor Torhüter Poleksic den Ball, steht aber abseits.
  • 4'  (0:0)
    Nach knapp vier Minuten hat auch Liechtenstein eine brenzlige Situation zu überstehen, als Peter Jehle einen Corner nicht weit genug klären kann und die Montenegriner im Nachschuss zu einer kleinen Gelegenheit kommen.
  • 9'  (0:0)
    Flachschuss von Beciraj knapp am Pfosten vorbei.
  • 12'  (0:0)
    Kopfball von Vucinic übers Tor.
  • 15'  (0:0)
    Montenegro hat eine Startoffensive hingelegt, die Liechtenstein mit etwas Glück überstanden hat.
  • 19'  (0:0)
    Liechtenstein gelingt ein erster Angriff, ausgelöst von Sandro Wieser auf Seyhan Yildiz. Seine Flanke findet keinen Abnehmer.
  • 22' Mario Frick (0:0)
  • 23'  (0:0)
    Gefährlicher Freistoss von Boljevic, der an Freund und Feind vorbeigeht und ganz knapp auch am Pfosten.
  • 26'  (0:0)
    Flachschuss von Jovetic, kein Problem für Peter Jehle.
  • 28'  (0:0)
    Savic auf Vucinic, dieser nimmt den Ball auf dem Elfmeterpunkt direkt - und Peter Jehle klärt mit einem Superreflex per Fussabwehr.
  • 32' Sandro Wieser (0:0)
  • 35'  (0:0)
    Schwierige Phase jetzt für Liechtenstein, das Mühe hat den Ball in den eigenen Reihen zu halten und sich aus der eigenen Platzhälfte zu lösen.
  • 38' Fatos Beciraj (1:0)
    Montenegro krallt sich im Strafraum der Liechtensteiner fest, Jovetic chipt zu Beciraj, der aus kurzer Distanz zum 1:0 trifft.
  • 42'  (1:0)
    Peter Jehle klärt toll gegen den allein vor ihm stehenden Vucinic.
  • 45' (+1) (1:0)
    Eckball für Liechtenstein in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Seyhan Yildiz spielt kurz auf Mario Frick, dieser zu Sandro Wieser, der zum Abschluss kommt, doch deutlich am Tor vorbeischiesst.
  • 45' (+2) (1:0)
    Der spanische Schiedsrichter pfeift zur Halbzeit. Die Pausenführung der Gastgeber geht absolut in Ordnung.
  • 46'  (1:0)
    Beide Teams nehmen die zweite Halbzeit in unveränderter Formation in Angriff. Mittlerweile sorgt etwas Regen für Abkühlung.
  • 47' Adam Marusic (1:0)
  • 56' Stevan Jovetic (2:0)
    Beciraj setzt sich gegen Yildiz durch, passt auf Jovetic, der mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck zum 2:0 trifft.
  • 59' Dejan Damjanovic kommt für Mirko Vucinic (2:0)
  • 64'  (2:0)
    Starker Einsatz von Seyhan Yildiz, der zunächst von Jovetic ausgespielt wird, doch erfolgreich nachsetzen und zur Ecke klären kann.
  • 66' Dennis Salanovic kommt für Sandro Wieser (2:0)
  • 68' Stefan Mugosa kommt für Stevan Jovetic (2:0)
  • 73'  (2:0)
    Rechsteiner klärt einen Kopfball für den bereits geschlagenen Jehle auf der Linie.
  • 75'  (2:0)
    Ein Freistoss von Franz Burgmeier von halblinks, geht rechts am Pfosten vorbei.
  • 76' Niklas Kieber kommt für Franz Burgmeier (2:0)
  • 84'  (2:0)
    Polverino spielt einen Steilpass in den Lauf von Salanovic, der jedoch um zwei Schritte zu spät kommt.
  • 86' Robin Gubser kommt für Martin Büchel (2:0)
  • 90'  (2:0)
    Peter Jehle klärt mit einer tollen Fussabwehr gegen Damjanovic.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Montenegro mit glanzlosem Sieg

Im siebten EM-Qualifikationsspiel kassierte Liechtensteins Fussball-Nationalmannschaft im «Geisterspiel» von Podgorica gegen Montenegro eine 2:0 (1:0)-Niederlage. Beciraj (38.) und Jovetic (56.) erzielten die Tore für die Gastgeber. Der Sieg Montenegros fiel verdientermassen aus.

Die zwei montenegrischen Offensivkräfte machten den klaren Unterschied aus. Sie liessen ihre internationale Klasse aufblitzen, derweil Liechtenstein in der Offensive herzlich wenig zu bieten hatte. Hasler spielte mehr als eine Stunde als einzige Sturmspitze und hing in der Luft, weil die nachrückenden Mittelfeldspieler entweder keine Durchschlagskraft an den Tag legten oder ihre Passes zu unpräzise ausfielen. Die physische Präsenz sprach für Montenegro. Es entstand der Eindruck, dass der Mut und die bedingungslose Leidenschaft fehlten. Doch Nationaltrainer Rene Pauritsch widersprach dieser Einschätzung: «Wir haben alles geben müssen, um dagegen halten zu können.»

Unnötiger Rückstand
Als die Partie in der ersten Halbzeit nur noch dahin plätscherte, die Montenegriner die Dominanz im Spiel verloren, schlug prompt Beciraj zu: Er verwandelte ein Jovetic-Zuspiel ins linke Eck (1:0). Es fehlte die Zuordnung im Zentrum der Liechtensteiner.
Zu Beginn der Partie wäre Liechtenstein beinahe ein Auftakt nach Mass geglückt, denn Hasler lief nach 20 Sekunden solo Richtung Poleksic, doch Assistent Martinez hob irrtümlicherweise die Fahne und wollte ein Abseits gesehen haben (1.); das war aber nicht der Fall wie die TV-Bilder klar belegten. Eine Fehlentscheidung: Da Torhüter Poleksic in der Folge Hasler foulte, hätte der Ref einen Penalty diktieren und auch noch eine Rote Karte zücken müssen. Danach übernahmen die Montenegriner das Zepter. Einen Savic-Kopfball klärte Christen auf der Torlinie (4.), ein Vucinic-Kopfball erwies sich als harmlos (7.) und erstmals kam ein Raunen bei den 60 Offiziellen, Sponsoren und Pressevertretern auf der Tribüne auf, als Vucinic gefährlich abzog, doch das Tor aus 18 Metern verfehlte (9.).
In der Folge konnten sich die Pauritsch-Schützlinge besser aus der Abwehr lösen, das Geschehen ausgeglichener gestalten. Zu einem zählbaren Abschluss kamen sie aber nicht, weil sich Christen und Burgmeier nie entscheidend auf den Aussenbahnen durchsetzen konnten. Ein Basa-Kopfball strich knapp neben das Tor (23.) und zweimal konnte sich Jehle in Szene setzen: Den Marusic-Flachschuss bereitete ihm keine Sorgen (26.), doch beim Vucinic-Knaller reagierte er glänzend (28.). Und Liechtenstein kam erst kurz vor dem Seitenwechsel zu einem zweiten erwähnenswerten Abschluss: Wieser hätte nach einem gut ausgeführten Eckball sofort schiessen müssen, liess sich abdrängen und verzog aus 16 Metern (47.+).

Der K.o. nach 56 Minuten
Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte der Regen ein und die Begegnung verlor noch mehr an Fahrt. Trotzdem fiel die Vorentscheidung. Ein Pass in die Tiefe erlief sich Beciraj, obwohl Yildiz drei Meter Vorsprung hatte. Dessen Rückpass übernahm Jovetic, der mit einem satten Schlenzer ins lange Eck die Lücke fand (2:0). Montenegros Cheftrainer Brnovic war zufrieden und nahm umgehend Jovetic und Vucinic vom Platz, dennoch konnte sich Liechtenstein kaum klare Chan cen erarbeiten. Ein harmloser Salanovic-Kopfball, der das Ziel verfehlte (68.), und ein Burgmeier-Freistoss, den Mann und Maus verpassten (76.), blieben die wenigen Gefahrenmomente.

Letztlich besass Montenegro noch Möglichkeiten durch Beciraj – dessen Kopfball klärte Rechsteiner auf der Torlinie (73.) – und Damjanovic, der an Jehle hängenblieb (90.). Es zeigte sich, dass Montenegro dank ihrer Offensivkräfte ein starker Gegner ist.

Wieser gesperrt
Der spanische Schiedsrichter entschied bei 50:50-Entscheiden stets für das Heimteam, zudem verteilte er die Karten sehr einseitig. Letztlich mit negativer Konsequenz für Liechtenstein, denn Wieser wird gegen Russland eine Spielsperre verbüssen. Die Auswechslungen von Wieser und Burgmeier waren gemäss Nationaltrainer Pauritsch eine reine Vorsichtsmassnahme.