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LIE
0 : 7
RUS
-
 21' Artem Dzyuba 0:1
 40' Alexander Kokorin (Elfmeter) 0:2
 45' Artem Dzyuba 0:3
 73' Artem Dzyuba 0:4
 90' Artem Dzyuba 0:5
EURO 2016 Qualifikation - Gruppe G
08.09.2015 20:45 Uhr
Spielort
Rheinpark Stadion, Vaduz
2874 Zuschauer
Schiedsrichter
Bobby Madden (SCO)
Schiedsrichter-Assistenten
Douglas Gordon Ross (SCO)
Stuart Stevenson (SCO)
Steven McLean (SCO)
John Beaton (SCO)

Startaufstellung

Peter JEHLE
Martin RECHSTEINER
Mario FRICK
Daniel KAUFMANN

Franz BURGMEIER
Michele POLVERINO

Martin BÜCHEL   ab 84' Robin GUBSER
Niklas KIEBER
   ab 78' Mathias SELE
Seyhan YILDIZ
Nicolas HASLER
Dennis SALANOVIC   ab 88' Andreas CHRISTEN
Igor AKINFEEV
Sergey IGNASHEVICH
Igor DENISOV   ab 46' Denis GLUSHAKOV
Alexander KOKORIN
Alan DZAGOEV
Vasily BEREZUTSKIY
Roman SHIROKOV   ab 75' Fedor SMOLOV
Oleg SHATOV   ab 65' Pavel MAMAEV
Igor SMOLNIKOV
Artem DZYUBA
Dmitry KOMBAROV

Ersatzspieler

Cengiz BICER
Daniel BRÄNDLE
Mathias SELE
Andreas CHRISTEN
Robin GUBSER
Sandro WOLFINGER
Armando HEEB
Yury LODYGIN
Artem REBROV
Oleg KUZMIN
Yury GAZINSKIY
Pavel MAMAEV
Alexey BEREZUTSKIY
Denis GLUSHAKOV
Denis CHERYSHEV
Alexander EROKHIN
Vladimir GRANAT
Fedor SMOLOV
Alexey IONOV

Trainer

Rene Pauritsch
Leonid Slutski
  • 1'  (0:0)
    Das Spiel Liechtenstein gegen Russland hat begonnen. Liechtenstein spielt wie gewohnt in blau-rot, Russland spielt in ganz weiss.
  • 5'  (0:0)
    Liechtenstein kommt nach fünf Spielminuten zu einem ersten Abschluss durch Dennis Salanovic, der seinen Schuss allerdings etwas überhastet abgibt, so dass er weit am Tor vorbeifliegt.
  • 6'  (0:0)
    Ein weiterer Schuss von Salanovic landet in den Armen von Akinfeev
  • 16'  (0:0)
    Martin Büchel verliert im Mittelfeld den Ball, worauf die Russen Richtung Tor stürmen. Mit vereinten Kräften können Martin Rechsteiner und Daniel Kaufmann die Situation bereinigen.
  • 18'  (0:0)
    Liechtenstein muss erstmals eine brenzlige Situation überstehen, als Dzyuba im letzten Moment am Abschluss gehindert werden kann.
  • 19'  (0:0)
    Peter Jehle klärt einen Flankenball, welcher wohl im langen Eck gelandet wäre in Extremis zum Eckball. Die Liechtensteiner liessen gleich mehrere Male den Ball unberührt quer durch den eigenen Strafraum durch.
  • 19'  (0:0)
    Aus der nachfolgenden Ecke resultiert erneut eine Riesenchance für die Russen, doch noch hält die vielbeinige Abwehr stand.
  • 21' Artem Dzyuba (0:1)
    Peter Jehle lässt einen Schuss abprallen. Artem Dzyuba ist zur stelle und schiebt zum 0:1 für Russland ins leere Tor ein.
  • 30'  (0:1)
    Nach einer halben Stunde hat Russland das Spiel fest im Griff. Die Liechtensteiner verteidigen mit viel Einsatz.
  • 36'  (0:1)
    Ein Flachschuss von Franz Burgmeier knapp am Pfosten vorbei bringt etwas Entlastung für die Gastgeber.
  • 40' Daniel Kaufmann (0:1)
  • 40' Alexander Kokorin (0:2)
    Ein Fehlpass von Salanovic im Mittelfeld leitet einen Angriff über Dzyuba ein. Dieser kann von Daniel Kaufmann im Straffraum nur noch regelwidrig gebremst werden. Es gibt Elfmeter und Platzverweis für Kaufmann. Den Foulelfmeter verwandelt Kokorin zum 0:2.
  • 45' Artem Dzyuba (0:3)
    Liechtenstein kann sich in Unterzahl nicht hinten heraus lösen. Artem Dzyuba trifft pratkisch mit dem Pausenpfiff zum 0:3 für Russland.
  • 46' Denis Glushakov kommt für Igor Denisov (0:3)
  • 49'  (0:3)
    Nach einem Fehlpass von Seyhan Yildiz kommt Kokorin frei zum Schuss. Er setzt den Ball allerdings deutlich zu hoch an.
  • 58' Niklas Kieber (0:3)
  • 59'  (0:3)
    Nach einem Freistoss aus spitzem Winkel klärt Schlussmann Peter Jehle zwei Mal grandios und verhindert so noch höher in Rückstand zu geraten.
  • 62' Michele Polverino (0:3)
  • 65' Pavel Mamaev kommt für Oleg Shatov (0:3)
  • 69'  (0:3)
    Die Liechtensteiner schaffen es für ein Mal sich zu lösen und kommen gar zu einem Eckball. Die kurz ausgeführte Variante beschert den Liechtensteinern gleich den zweiten Eckball.
  • 73' Artem Dzyuba (0:4)
    Russland erhöht auf 0:4. Torschütze, wie könnte es anders sein, Artem Dzyuba.
  • 75' Fedor Smolov kommt für Roman Shirokov (0:4)
  • 77'  (0:4)
    Freistoss für Russland. Artem Dzyuba setzt sich im Kopfballduell durch. Peter Jehle kann den Kopfball aus 5 Metern nicht festhalten und der frisch eingewechselte Fedor Smolov staubt ab.
  • 78' Mathias Sele kommt für Niklas Kieber (0:4)
  • 84' Robin Gubser kommt für Martin Büchel (0:4)
  • 85'  (0:4)
    Alan Dzagoev trifft per direktem Freistoss aus 25 Metern. Der Ball senkt sich hinter der Mauer und ist für Jehle unhaltbar.
  • 88' Andreas Christen kommt für Dennis Salanovic (0:4)
  • 90' Artem Dzyuba (0:5)
    Russland trifft erneut. Torschütze ein weiteres Mal Artem Dzyuba.
  • 90'  (0:5)
    Das Spiel ist zu Ende. Liechtenstein verliert gegen Russland mit 0:7. Leider war die Partie durch den frühen Platzverweis von Daniel Kaufmann bereits früh entschieden.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Dzyuba zerlegt Liechtenstein

Liechtensteins Fussball-Nationalmannschaft erlebte eine der schwärzesten Nächte der Neuzeit im Fussball und kassierte im EM-Heimspiel gegen Russland eine 0:7(0:3)-Pleite. Ab der 39. Minute spielte Liechtenstein in Unterzahl, denn Daniel Kaufmann sah wegen Torraub Rot.

Artem Dzyuba erzielte vier Tore (21./45./73./90.); die weiteren Tore skorten Kokorin (40.), Smolov (75.) und Dzagoev (90.). Liechtenstein hielt im ersten Abschnitt gut mit, doch mit dem ungerechtfertigten Platzverweis gegen Kaufmann, der Dzyuba nur leicht berührt hatte, war die Sache gelaufen. Zieht man in Betracht, dass der Ref noch zwei Tore aus Abseitspositionen durchgehen liess, lässt dies erahnen, wie die Pleite letztlich zustande kam. Die Russen spielten sehr effizient und gerieten in einen Spielrausch.

Gut ins Spiel gefunden
Liechtenstein fand gut ins Spiel, ging mutig zu Werke und sorgte für die wichtige Entlastung. Den zwei Torschüssen von Salanovic fehlte die Überzeugung (5. /6.).
Es gab wenige Strafraumszenen, doch die Russen erhöhten nach der Startviertelstunde den Druck, und schon brannte es lichterloh vor Jehle. Dzyuba erlöste die Gäste: Shirokov lief auf Jehle zu und bediente mittels Absatz Dzyuba, der zwischen den Verteidigern einschob (0:1). Der Treffer hatte sich angedeutet, denn einen Shirokov-Heber lenkte Jehle glänzend zur Ecke (19.), und Sekunden später schoss Ignashevich einen Mitspieler an. Nach einem fatalen Fehlpass von Salanovic war die FL-Abwehr offen, Dzyuba lief durch und wurde von Kaufmann fair Schulter an Schulter touchiert; der Ref diktierte einen Foulpenalty und gab Kaufmann zudem die Rote Karte. Kaufmann äusserte sich nicht gegenüber den Medien, doch Nationaltrainer Rene Pauritsch schilderte, dass Kaufmann bemerkt habe, dass er den Russen nur leicht berührt, aber nicht gefoult habe. Den Penalty verwandelte Kokorin sicher ins linke, untere Eck (0:2). Auf bittere Art und Weise fiel die Entscheidung. Nach einem Doppelpass lief Dzyuba aus Abseitsposition Richtung Jehle und traf entschlossen ins linke Eck (0:3). Liechtenstein tat sich schwer, um in Unterzahl nach vorne zu kommen. Zuvor hatte Burgmeier einen Schuss ins Seitennetz gejagt (36.). Die Russen lebten Effizienz vor und brachten ihre Kombinationssicherheit eindrücklich zutage.

Russen blieben «hungrig»
Die Russen blieben auch im zweiten Abschnitt «hungrig». Trotz Unterzahl blieb die defensive Ordnung beim Gastgeber lange Zeit bestehen, doch mit dem vierten Verlusttreffer brachen alle Dämme. Kombarov bediente Dzyuba, der wiederum aus Abseitsposition traf (0:4). Nach einem Foul von Dzyuba im Luftduell gegen Frick klärte Jehle, doch Smolov staubte ab (0:5). Unglücklich fiel auch der nächste Treffer: Einen Dzagoev-Freistoss lenkte Hasler in der Mauer noch mit dem Kopf leicht ab (0:6). Und als auch noch Jehle patzte und den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte, staubte Dzyuba erneut ab (0:7).
Neben den Toren hatten auch noch Kokorin (47. /49.), Berezutski (59.), Glushakov (65.) und Dzagoev (68.) Abschlussmöglichkeiten. Liechtenstein konzentrierte sich nur auf Schadensbegrenzung und schlug die Bälle teilweise nur weg. Wohl deshalb konnte keine grosse Gefahr vor Torhüter Akinfeev kreiert werden.
Die Liechtensteiner liessen nach dem Schlusspfiff die Köpfe hängen und taten einem sichtlich leid. Trotz der zahlreichen Fehlentscheide fehlten am gestrigen Abend der Biss und die Entschlossenheit in den Zweikämpfen. Fatal waren einzelne Fehlpässe im Spielaufbau, die die Russen teilweise resolut ausnutzten und sich somit mit dem Sieg auf den zweiten Rang der Gruppe gehievt haben.