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LIE (U21)
0 : 2
ALB (U21)
-
 31' Liridon Latifi 0:1
 52' Rey Manaj 0:2
UEFA-U21-EM 2017 Qualifikation - Gruppe 4
28.03.2015 20:30 Uhr
Spielort
Sportpark Eschen-Mauren
500 Zuschauer
Schiedsrichter X4X
Zbynek Proske (CZE)
Schiedsrichter-Assistenten
Petr Blažej (CZE)
Jakub Hrabovsky (CZE)

Startaufstellung

Claudio MAJER
Dario KAISER
Maximilian GÖPPEL
Jens HOFER
Andreas MALIN
Aron SELE
Simon KÜHNE   ab 84' Eric STUMP
Vinzenz FLATZ

Dennis SALANOVIC   ab 90' Manuel VOGT
Nicola KOLLMANN
   ab 74' Fabio WOLFINGER
Laurin KIND
Aldo TEQJA
Bruno LULAJ
Kristi MARKU
   ab 46' Erion HOXHALLARI
Armir RRAHMANI

Klodian GINO
Liridon LATIFI
Kristi QOSE   ab 77' Klaudjo HYSENI
Enis GAVAZAJ
Myrto UZUNI
Jurgen VATNIKAJ   ab 46' Rey MANAJ
Mërgim VOJVODA

Ersatzspieler

Niklas PFLEGER
Eric STUMP
Manuel VOGT
Alexander MARXER
Colin HAAS
André ARPAGAUS
Fabio WOLFINGER
Marsel ÇAKA
Erion HOXHALLARI
Realdo FILI
Ardit KRYMI
Rey MANAJ
Xhanfranko MICI
Klaudjo HYSENI

Trainer

Heinz Fuchsbichler
Skënder Gega
  • 1'  (0:0)
    Das Spiel im ausverkauften Sportpark Eschen hat begonnen.
  • 6'  (0:0)
    Albanien kommt durch Latifi zu einem ersten gefährlichen Torabschluss. Claudio Majer rettet auf der Linie. Beim direkt darauffolgenden Eckball springt der Ball von der Querlatte auf die Grundlinie - Glück für die Gastgeber aus Liechtenstein.
  • 12' Kristi Marku (0:0)
  • 16'  (0:0)
    Nach gut einer viertel Stunde haben sich die Liechtensteiner gefangen und lassen kaum mehr gefährliche Aktionen zu.
  • 18' Kristi Qose (0:0)
  • 23' Vinzenz Flatz (0:0)
  • 28'  (0:0)
    Die Liechtensteiner holen ihren ersten Eckball heraus und halten bisher munter mit.
  • 31' Liridon Latifi (0:1)
    Die Liechtensteiner kriegen denn Ball hinten nicht weg und der Ball kommt zu Latifi, welcher aus etwa zehn Metern ins leere Tor trifft.
  • 40'  (0:1)
    Riesen Dusel nach einem Eckball der Albaner. Zuerst köpft Dario Kaiser den Ball von der Linie weg, danach schiesst Vatnikaj knapp über das Tor.
  • 46' Rey Manaj kommt für Jurgen Vatnikaj (0:1)
  • 46' Erion Hoxhallari kommt für Kristi Marku (0:1)
  • 52' Rey Manaj (0:2)
    Manaj fängt einen Querpass von Andreas Malin ab und trifft zum 0:2 für die Gäste aus Albanien.
  • 56' Nicola Kollmann (0:2)
  • 60'  (0:2)
    Beinahe das 0:3 für die Gäste, Uzuni fliegt jedoch knapp am Ball vorbei.
  • 61' Armir Rrahmani (0:2)
  • 63'  (0:2)
    Aron Sele kommt nach einem kurz ausgeführten Freistoss zum Abschluss, verzieht jedoch und schiesst knapp über das Tor.
  • 74'  (0:2)
    Das Spiel hat etwas an Tempo verloren. Auf beiden Seiten gibt es kaum mehr gefährliche Torchancen.
  • 74' Fabio Wolfinger kommt für Nicola Kollmann (0:2)
  • 77' Klaudjo Hyseni kommt für Kristi Qose (0:2)
  • 84' Eric Stump kommt für Simon Kühne (0:2)
  • 85'  (0:2)
    Beinahe der Anschlusstreffer durch Fabio Wolfinger. Der Ball zischt ganz knapp am Pfosten vorbei.
  • 90' Manuel Vogt kommt für Dennis Salanovic (0:2)
  • 90'  (0:2)
    Das Spiel ist zu Ende. Die Liechtensteiner unterliegen den Gästen aus Albanien mit 0:2.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Eigenfehler zwingt U21 in die Knie

Im ersten U21-EM-Ausscheidungsspiel der Kampagne 2015/17 kassierte Liechtenstein gegen Albanien eine 0:2 (0:1)-Niederlage. Die beiden Gegentore waren kapitale Abwehrfehler, die auf dieser Stufe bestraft werden.

Liechtensteins junges, neu formiertes U21-Team trat geschlossen auf und behielt über die gesamte Spieldauer die Ordnung. Eigenfehler führten zu den Gegentoren, gute Torchancen der Gäste machte grösstenteils Torhüter Claudio Majer zunichte. Letztlich fehlte im Angriff das Durchsetzungsvermögen, um noch zwingender zum Abschluss zu kommen. Albanien hat den Sieg nicht gestohlen, weil es aktiver in Erscheinung trat.

«Geschenk» zum 0:1
Obwohl die Albaner in den ersten 30 Minuten mehr Ballbesitz innehatten und auch mehr Akzente setzten, war die Gästeführung völlig unnötig: Die FL-Abwehr respektive Kühne war sich zu gut, den Ball aus der Gefahrenzone zu befreien, Torhüter Majer zögerte auch (Missverständnis) und just landete das Leder beim aufgerückten Latifi, der von der Strafraumgrenze ins leere Tor traf (0:1). Zuvor hatten sich die Osteuropäer ein Chancenplus erarbeitet. Latifi, der auffälligste Akteur im Gästeteam, prüfte Majer mit einem Knaller (6.) und mit einem zentralen Schuss (12.). Das Glück musste Torhüter Claudio Majer nach einem Qose-Kopfball beanspruchen, denn der Ball prallte von der Querlatte an seinen Körper (6.). Glänzend reagierte Majer beim Vatnikaj-Kopfball (24.).

Und wie verhielt sich der Gastgeber? Er trat gut organisiert auf, versuchte nach vorne zu stossen, doch in den 1:1-Duellen liess Albanien wenig zu. Kaiser kam stark über die Aussenbahn, suchte den zentralen Schuss, statt aufzulegen (34.). Ein Salanovic-Freistoss war zudem zu hoch angelegt (19.).

Ein weiteres «Geschenk»
Der Gästetrainer Skender Gega brachte in der Halbzeit zwei frische Kräfte. Just Manaj übernahm einen missratenen Malin-Rückpass, lief bis zur Strafraumgrenze und jagte den Ball via Innenpfosten ins Netz (0:2); ein weiteres «Geschenk» der FL-Abwehr. Damit ging der Glaube wohl etwas verloren, zum EM-Auftakt zu punkten, zumal sich Albanien als ballsicher erwies und in der Abwehr wenig zuliess.

Oft agierten die Gastgeber zu kompliziert, legten den Rückwärtsgang ein und erzielten deshalb im Spielaufbau wenig Raumgewinn. Nach einer Stunde sind die zwei Aussenspieler Salanovic und Kühne meistens nur noch mit langen, hohen Bällen bedient worden. Ein schwieriges und aussichtsloses Unterfangen gegen die gross gewachsenen Albaner, die auch die «zweiten Bälle» eroberten. «Wir haben zu wenig hinten heraus gespielt, wollten mehr Ballbesitz, die langen Bälle waren nicht beabsichtigt; die Albaner haben Druck auf uns ausgeübt, deshalb konnten wir uns auf den Positionen nicht vorarbeiten; sie standen zudem mit vier Mann hoch. Auf dem tiefen Terrain war es nicht einfach», so Fuchsbichler. Die Torchancen blieben minim: Sele jagte den Ball weit übers Tor (63.), Salanovic kam nach einem Kühne-Zuspiel ein Tick zu spät gegen Torhüter Teqja (68.) und Wolfinger liess die beste Torchance aus; er verfehlte den Kasten von der Strafraumgrenze knapp (85.). Das war’s mit der Herrlichkeit des Fuchsbichler-Teams.

«Eine gute Entwicklung»
Fuchsbichler standen mit Malin, Flatz, Kühne und Salanovic vier Akteure zur Verfügung, die auch für die A-Nati aufgeboten waren. Bis auf die individuellen Abwehrfehler agierte die Defensive gut, im Mittelfeld führte Flatz umsichtig Regie und als Sturmspitze stand Kollmann, der die Bälle in die Schnittstelle spielen könnte, auf verlorenem Posten. «Wir sahen ihn als Zehner vor, um die beiden Aussenstürmer zu bedienen», klärte Fuchsbichler auf, der vor allem mit den jungen Spielern zufrieden war: «Man sieht eine gute Entwicklung.»