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LIE
0 : 4
ITA
-
 11' Andrea Belotti 0:1
 12' Ciro Immobile 0:2
 32' Antonio Candreva 0:3
 44' Andrea Belotti 0:4
WM 2018 Qualifikation - Gruppe G
12.11.2016 20:45 Uhr
Spielort
Rheinpark Stadion, Vaduz
5864 Zuschauer
Schiedsrichter
Ivan Bebek (CRO)
Schiedsrichter-Assistenten
Tomislav Petrović (CRO)
Miro Grgić (CRO)

Startaufstellung

Peter JEHLE

Yves OEHRI

Daniel KAUFMANN

Michele POLVERINO
Martin RECHSTEINER
Sandro WIESER
Franz BURGMEIER
Marcel BÜCHEL
Martin BÜCHEL
Andreas CHRISTEN
Dennis SALANOVIC
Gianluigi BUFFON
Mattia DE SCIGLIO
Alessio ROMAGNOLI
Leonardo BONUCCI
Davide ZAPPACOSTA
Daniele DE ROSSI
Marco VERRATTI
Giacomo BONAVENTURA   ab 67' Lorenzo INSIGNE
Ciro IMMOBILE   ab 81' Simone ZAZA
Andrea BELOTTI
Antonio CANDREVA   ab 74' Citadin Martins EDER

Ersatzspieler

Benjamin BÜCHEL
Thomas HOBI
Yanik FRICK
Philippe ERNE
Simon KÜHNE
Andreas MALIN
Aron SELE
Seyhan YILDIZ
Gianluigi DONNARUMMA
Mattia PERIN
Matteo DARMIAN
Luca ANTONELLI
Simone ZAZA
Davide ASTORI
Daniele RUGANI
Citadin Martins EDER
Roberto GAGLIARDINI
Lorenzo INSIGNE
Danilo CATALDI
Matteo POLITANO

Trainer

Rene Pauritsch
Giampiero Ventura
  • 1'  (0:0)
    Auf geht's zum ersten Länderspiel zwischen Liechtenstein und Italien. Die Gäste spielen ganz in weiss, Liechtenstein in blau/rot.
  • 1'  (0:0)
    Keine Minute gespielt: Liechtenstein hat Eckball.
  • 2'  (0:0)
    ... und gleich noch einer.
  • 4'  (0:0)
    Ciro Immobile mit einem Lupfer über Peter Jehle sorgt für den ersten Aufreger. Der Ball kullert knapp am Pfosten vorbei.
  • 5'  (0:0)
    Zweite Chance für Italien durch Bonaventura. Sein Schuss von der Seite zwingt Peter Jehle zu einer Parade. Kurz danach holt sich Jehle auch einen Flachschuss von Zappacosta.
  • 8'  (0:0)
    Distanzschuss von Dennis Salanovic am Tor vorbei.
  • 11' Andrea Belotti (0:1)
    Andrea Belotti schiesst Italien aus kurzer Distanz in Führung, nachdem ein Corner von Candreva nicht geklärt werden konnte
  • 12' Ciro Immobile (0:2)
    Doppelschlag der Italiener. Ciro Immobile hat keine Mühe allein vor Jehle zum 0:2 einzuschiessen.
  • 15'  (0:2)
    Ein Distanzschuss von Candreva verfehlt das Tor der Liechtensteiner nur knapp.
  • 20'  (0:2)
    Michele Polverino klärt im Abwehrzentrum eine Flanke zu Torhüter Jehle. Dahinter wäre ein Italiener zum Einschuss bereit gestanden.
  • 23'  (0:2)
    Liechtensteins Hintermannschaft wird schwindlig gespielt, nur mit Glück fällt nicht das dritte Gegentor. Immobile köpft aus spitzem Winkel am Pfosten vorbei.
  • 25'  (0:2)
    Nach einem Eckball herrscht Chaos im Strafraum der Liechtensteiner. Burgmeier kann auf der Linie klären und irgendwie gelingt es, die Situation zu klären.
  • 29'  (0:2)
    Ein dritter Eckball für Liechtenstein, nachdem Zappacosta einen Rundschlag fabriziert.
  • 30'  (0:2)
    Nach guten ersten Minuten der Liechtensteiner hat Italien bald das Spieldiktat übernommen und dominiert die erste halbe Stunde ganz klar. Liechtensteins Team gelingt es bisher nicht, die Räume eng zu halten und die Italiener am Spielaufbau entscheidend zu stören.
  • 32' Antonio Candreva (0:3)
    De Sciglio kann sich mühelos auf der linken Seite durchsetzen und zur Mitte spielen. Dort ist Candreva viel zu frei und hat keine Mühe, zum 0:3 einzuschieben.
  • 36'  (0:3)
    Schönes Zusammenspiel von Veratti und Candreva, das mit einem Schuss Candrevas am Tor vorbei endet.
  • 36'  (0:3)
    Eckbälle vier und fünf für Liechtenstein, nachdem zuerst Salanovic und dann Burgmeier entscheidend geblockt werden können.
  • 43'  (0:3)
    Glück für die Liechtensteiner. Kurz vor der Pause trifft Belotti zwar ins Tor, doch der Schiedsrichter entscheidet auf Abseits.
  • 44' Andrea Belotti (0:4)
    Und dann passiert es doch. Belotti trifft auf Zuspiel von Bonventura zum 0:4.
  • 45' (+1) (0:4)
    Der Schiedsrichter pfeifft zur Halbzeit.
  • 46'  (0:4)
    Die zweite Halbzeit läuft. Beide Teams spielen in unveränderter Formation.
  • 51'  (0:4)
    Eckball für Liechtenstein, getreten von Burgmeier, doch auch dieser bringt keine Gefahr für das italienische Tor, sondern einen Konter, der auf der anderen Seite zu einem Eckball führt.
  • 57'  (0:4)
    Dennis Salanovic versucht es allein gegen die gesamte Hintermannschaft der Italiener. Beim zweiten Mann bleibt er hängen.
  • 63' Yves Oehri (0:4)
  • 67' Lorenzo Insigne kommt für Giacomo Bonaventura (0:4)
  • 74' Citadin Martins Eder kommt für Antonio Candreva (0:4)
  • 75'  (0:4)
    Eine Viertelstunde vor Schluss ist das Spiel etwas eingeschlafen. Die Italiener haben zurückgeschaltet, dominieren die Partie aber nach wie vor. Die Liechtensteiner haben nach wie vor Mühe, den Ball in den eigenen Reihen zu halten.
  • 76' Daniel Kaufmann (0:4)
  • 81' Simone Zaza kommt für Ciro Immobile (0:4)
  • 82'  (0:4)
    Sandro Wieser hat zweimal die Gelegenheit zu schiessen, beide Male wird er abgeblockt.
  • 83'  (0:4)
    Kopfball von Belotti über das Tor.
  • 83' Peter Jehle (0:4)
  • 87'  (0:4)
    Die Italiener kommen noch einmal zu einer Grosschance durch den eingewechselten Zaza, der alleine vor Jehle am Liechtensteiner Kapitän scheitert.
  • 88'  (0:4)
    Distanzschuss von Michele Polverino nach Zuspiel von Burgmeier. Der Ball geht über das Tor von Buffon.
  • 89'  (0:4)
    Veratti lupft den Ball auf Zaza, dieser wird bedrängt von Jehle und versucht einen Fallrückzieher, der am Tor vorbeigeht.
  • 90'  (0:4)
    Drei Minuten werden nachgespielt. Das Heimteam gibt alles, um kein weiteres Gegentor hinnehmen zu müssen.
  • 90' (+2) (0:4)
    Grandiose Fussabwehr von Jehle gegen einen Schuss von Zaza aus kürzester Distanz.
  • 90' (+3) (0:4)
    Das Spiel ist aus. Liechtenstein hält in der zweiten Halbzeit die Null. Dies ist sicher ein kleiner Erfolg aber für die Spieler wohl nur ein kleiner Trost.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Vor Ehrfurcht erstarrt 

Liechtenstein musste sich dem vierfachen Weltmeister Italien deutlich mit 0:4 (0:4)-Toren geschlagen geben. In der ersten Halbzeit fehlte die Aggressivität in den Zweikämpfen.

Bei kühlen Temperaturen überzeugte Italien von Anbeginn, zeigte hohe Effizienz und traf regelmässig. Belotti mittels einer Doublette (11./44.), Immobile (12.) und Candreva (32.) erzielten die Tore. Im Verlaufe der ersten Halbzeit wechselte Liechtenstein auf eine Fünfer-Abwehrkette und konnte somit den Viermann-Sturm der Azzurri besser kontrollieren.

Ein Doppelschlag innert 77 Sekunden
Ein engagierter Einstieg der Liechtensteiner liess die Hoffnung steigen, dass sich die Pauritsch-Schützlinge achtbar aus der Affäre ziehen können. Bis auf einen Salanovic-Weitschuss, der deutlich neben dem Tor landete (8.), sollte es beim Strohfeuer bleiben. Denn ein Doppelschlag innert 77 Sekunden (11./12. Minute) machte die Verhältnisse klar: Belotti verwertete ein Romagnoli-Kopfballzuspiel volley (0:1) und als Belotti ein Bonaventura-Zuspiel per Kopf ins Zentrum weiterleitete, hatte Immobile alle Zeit der Welt, um den Ball zu kontrollieren und ins Tor zu jagen (0:2). Als «billig» war das 0:3 einstufen: Christen setzte gegen De Sciglio ungenügend nach, dessen flacher Rückpass jagte der völlig frei stehende Candreva aus sieben Metern ins Tor (0:3). Ein geschicktes Bonaventura-Zuspiel hinter die FL-Innenverteidigung übernahm Belotti, der den Ball volley ins Netz hämmerte (0:4).

Liechtenstein hielt den Ball zwar sporadisch gut, der teilweise über mehrere Stationen lief, doch zu oft wurde der Rückwärtsgang eingelegt. Und in den Zweikämpfen fehlte die Entschlossenheit sowie das giftige Einsteigen, um den Italienern zu zeigen, dass hier auch ein Gegner anwesend ist. Deshalb kamen die Azzurri neben den Torerfolgen auch zu weiteren zahlreichen Torchancen: Ein Immobile-Heber landete neben dem Tor (4.), ein Candreva-Schlenzer verfehlte das Tor knapp (15.) und sein zweiter Schuss landete im Nachthimmel (35.), zudem köpfelte Immobile weit daneben (21.) und ins Seitennetz (23.).

Doch auch Jehle konnte sich auszeichnen: Er lenkte einen Bonaventura-Volley zur Ecke (5.), hielt einen Zappacosta-Weitschuss sicher (6.), aber auch seinen tückischen Schlenzer ins nahe Eck bereinigte er(24.).AlsJehle geschlagen war, kratzte Burgmeier den Belotti-Schuss von der Torlinie (25.). Von Liechtenstein kam vor dem Tee wenig. Als Christen energisch in den Strafraum vor- stiess und scharf vors Tor passte, klärte Zappacosta «heiss» und hätte beinahe ein Eigentor erzielt (29.).

Kein weiterer Verlusttreffer nach dem Tee
In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild unwesentlich. Italien blieb das spielbestimmende Team, war torhungrig, doch die Präzision ging auch den Italie- nern mit Fortdauer ab. Ein Immobile-Kopfball fiel harmlos aus (47.), einen Verratti-Aufsetzer bändigte Jehle (65.) und Glück hatten die Liechtensteiner, als Belotti seinen Kopfball aus fünf Metern neben den Kasten setzte (72.). Erst als die Einwechslungen der Azzurri griffen, musste sich Jehle dreimal gegen Zaza (87./92.) und Verrratti (93.) auszeichnen.

Zumindest «giftiger» stiegen die Liechtensteiner nach dem Pausentee ein. Als Salanovic nach einem Rückpass der Italiener nachsetzte, musste Torhüter Buffon in extremis klären (57.). Salanovic (68.) und Polverino (85.) zogen zwar aus dem Hinterhalt ab, hatten das Visier schlecht eingestellt. Als kleinen Teilerfolg kann bewertet werden, dass in der zweiten Halbzeit ein weiterer Verlusttreffer vermieden werden konnte. Die Standards- Liechtenstein kam zu sechs Eckbällen und zwei Freistössen aus dem Halbfeld - sind sehr schlecht ausgeführt worden. Die Italiener konnten sogar vereinzelt Konter fahren! Die Kopfballschwäche in der Defensive wirkte sich ein weiteres Mal fatal aus, denn am Ursprung der zwei ersten Gegentore standen verlorene Kopfballduelle von Kaufmann. Da Kaufmann zudem die zweite Verwarnung in der WM-Ausscheidung kassierte, wird er im März gegen Mazedo- nien gesperrt sein. 14 Liechtenstein - Italien 0:4 (0:4)