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ITA
5 : 0
LIE
 35' Lorenzo Insigne 1:0
 52' Andrea Belotti 2:0
 74' Citadin Martins Eder 3:0
 83' Federico Bernardeschi 4:0
 90' Manolo Gabbiadini 5:0
-
WM 2018 Qualifikation - Gruppe G
11.06.2017 20:45 Uhr
Spielort
Dacia Arena (Stadio Friuli), Udine
22000 Zuschauer
Schiedsrichter
Kevin Clancy (SCO)
Schiedsrichter-Assistenten
Francis Connor (SCO)
Sean Carr (SCO)

Startaufstellung

Gianluigi BUFFON
Andrea BARZAGLI
Matteo DARMIAN
Giorgio CHIELLINI
Antonio CANDREVA   ab 60' Federico BERNARDESCHI
Daniele DE ROSSI
Ciro IMMOBILE   ab 66' Citadin Martins EDER
Lorenzo INSIGNE
Andrea BELOTTI   ab 75' Manolo GABBIADINI
Lorenzo PELLEGRINI
Leonardo SPINAZZOLA
Peter JEHLE
Martin RECHSTEINER
Andreas MALIN
Robin GUBSER
Maximilian GÖPPEL
Michele POLVERINO
   ab 87' Ivan QUINTANS
Franz BURGMEIER   ab 68' Sandro WOLFINGER
Martin BÜCHEL
Nicolas HASLER
Dennis SALANOVIC   ab 60' Daniel BRÄNDLE
Yanik FRICK

Ersatzspieler

Gianluigi DONNARUMMA
Simone SCUFFET
Roberto GAGLIARDINI
Davide ASTORI
Citadin Martins EDER
Riccardo MONTOLIVO
Leonardo BONUCCI
Federico BERNARDESCHI
Danilo D'AMBROSIO
Andrea CONTI
Stephan EL SHAARAWY
Manolo GABBIADINI
Benjamin BÜCHEL
Thomas HOBI
Daniel BRÄNDLE
Jens HOFER
Ivan QUINTANS
Fabio WOLFINGER
Sandro WOLFINGER
Mathias SELE
Livio MEIER
Pascal FOSER
Yves OEHRI
Philippe ERNE

Trainer

Giampiero Ventura
Rene Pauritsch
  • 1'  (0:0)
    Das Spiel geht los. Liechtenstein ganz in Rot, die Italiener in ihrem klassischen Azzurblau.
  • 2'  (0:0)
    Wow, Riesenglücke für Liechtenstein schon nach zwei Minuten. Ein spektakuläres Abseitstor von Candreva zählt nicht.
  • 8'  (0:0)
    Ein zweite Abschluss der Italiener wieder von Candreva, dessen Schuss aber am Tor vorbei geht.
  • 9'  (0:0)
    Einen Flachschuss von Immobile kann Jehle ohne grosse Probleme parieren.
  • 15'  (0:0)
    Liechtenstein hat das Furioso der Startviertelstunde überstanden. Die Tifosi treiben ihr Team nach vorne, der Druck ist enorm.
  • 17'  (0:0)
    Ganz heisse Szene. Candreva passt flach und scharf zur Mitte, wo Immobile den Ball nur um Haaresbreite verfehlt. Durchatmen.
  • 19'  (0:0)
    Eckball Candreva und Max Göppel ist mit dem Kopf vor den Italienern am Ball.
  • 20'  (0:0)
    Auch nach 20 Minuten steht es noch 0:0. Noch hält sich der Abwehrriegel. Entlastung wäre gefragt.
  • 25'  (0:0)
    25 Minuten sind gespielt. Liechtenstein kommt zum ersten Eckball durch Burgmeier. Der wird kurz ausgeführt, kommt wieder zu Burgmeier, dessen Flanke dann aber zu hoch angesetzt ist.
  • 27'  (0:0)
    Insigne setzt sich mit einem schönen Trick durch, zieht flach ab, findet aber in Jehle seinen Meister.
  • 30'  (0:0)
    Die Null steht weiterhin. Salanvoic, Frick und Halser versuchen die Bälle zu halten.
  • 31'  (0:0)
    Ein starkes Lebenszeichen der Liechtensteiner. Yanik Frick kommt aus 16 Metern zum Schuss. Dieser wird geblockt, landet bei Polverino, der direkt abzieht und nur knapp verzieht. Ein Raunen geht durch das Stadion.
  • 32'  (0:0)
    Einen Flachschuss von Isigne aus 20 Metern pariert Jehle im Nachfassen.
  • 33'  (0:0)
    Liechtenstein weiter in Bedrängnis. Göppel klärt gegen Candreva zur Ecke. Gubser kann diese befreien. Nichts für schwache Nerven ...
  • 35' Lorenzo Insigne (1:0)
    Jetzt ist es passiert. Insigne trifft traumhaft halbvolley aus der Drehung via Innenpfosten zum 1:0
  • 39'  (1:0)
    Immobile verzieht eine Direktabnahme deutlich über das Tor von Jehle.
  • 42'  (1:0)
    Tolle Rettungstat von Jehle, der Immobile im letzten Moment stoppen kann.
  • 43'  (1:0)
    Italien macht nochmal grossen Druck vor der Pause. Gleich mehrere Eckbälle haben die Liechtensteiner abzuwehren.
  • 44' Michele Polverino (1:0)
  • 45'  (1:0)
    Zwei Minuten werden nachgespielt.
  • 45' (+1) (1:0)
    Liechtenstein kann über Yanik Frick einen Konter fahren. Der Youngster hält den Ball lange und sorgt für etwas Entlastung.
  • 45' (+2) (1:0)
    Und dann ist Halbzeit in einem Spiel, das den Liechtensteinern alles abverlangt. Das Team von Rene Pauritsch hält grandios dagegen. Es bleibt zu hoffen, dass die Kräfte auch nach der Pause halten ...
  • 46'  (1:0)
    Die zweite Halbzeit beginnt. Beide Teams spielen unverändert.
  • 47'  (1:0)
    Die Italiener machen so weiter, wie sie aufgehört haben. Im Vorwärtsgang setzen sie Liechtensteins Abwehr unter Druck.
  • 50'  (1:0)
    Eine erste Angriffswelle ist überstanden. Noch passt die Ordnung, noch kommen die Liechtensteiner in die Zweikämpfe.
  • 52' Andrea Belotti (2:0)
    Belotti enteilt der Verteidigung und schlenzt den Ball an Jehle vorbei zum 2:0
  • 54'  (2:0)
    Es brennt! Immobile hämmert den Ball an den Pfosten, Jehle hält den Abpraller. Zuvor hatte Insigne ein Tänzchen im Strafraum aufgeführt und gleich mehrere Liechtensteiner beschäftigt. Glück gehabt.
  • 57'  (2:0)
    Zweiter Eckball für Liechtenstein. Burgmeier in die Hände von Buffon. Dieser leitet gleich einen Konter über Insigne ein. Wieder brennt es, doch diesmal kann Rechsteiner klären.
  • 60' Daniel Brändle kommt für Dennis Salanovic (2:0)
  • 60' Federico Bernardeschi kommt für Antonio Candreva (2:0)
  • 66' Citadin Martins Eder kommt für Ciro Immobile (2:0)
  • 68' Sandro Wolfinger kommt für Franz Burgmeier (2:0)
  • 69'  (2:0)
    Einen Schuss des eingewechselten Eder blockt Gubser zur Ecke.
  • 70'  (2:0)
    Auch Italien muss jetzt ein bisschen Tempo rausnehmen. Liechtenstein kann so das Spiel etwas weiter vom eigenen Tor weg halten.
  • 74' Citadin Martins Eder (3:0)
    Kurz zuvor noch Abseits, doch dann ist der Ball zum dritten Mal im Tor. Eder nimmt eine Hereingabe aus kurzer Distanz direkt und verwandelt ohne Probleme.
  • 75' Manolo Gabbiadini kommt für Andrea Belotti (3:0)
  • 79'  (3:0)
    Jehle klärt einen Hammer von Bernardeschi mit einem tollen Reflex zur Ecke.
  • 83' Federico Bernardeschi (4:0)
    Das 4:0. Bernardeschi trifft leicht abgefälscht ins rechte Torwarteck.
  • 85'  (4:0)
    Fünf Minuten noch in der regulären Spielzeit. Die Tifosi singen die Nationalhymne und treiben ihr Team weiter vorwärts. Liechtenstein wankt.
  • 87' Ivan Quintans kommt für Michele Polverino (4:0)
  • 90' (+1)Manolo Gabbiadini (5:0)
    In der 91. Minute das 5:0 durch Gabbidadini. Das wäre jetzt nicht mehr nötig gewesen, denn die Liechtensteiner geben nach wie vor alles.
  • 90' (+4) (5:0)
    Yanik Frick verzieht einen Freistoss über das Tor von Buffon.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Als die Kräfte schwanden, kam Italiens Effizienz 

Liechtenstein blieb im WM-Qualispiel in Udine (It) gegen Italien chancenlos und verlor mit 5:0 (1:0)-Toren. Insigne (35.), Belotti (52.), Eder (74.) und Bernardeschi (84./91.) trafen.

Es war wie schon beim Hinspiel in Vaduz ein Anschauungsunterricht, allerdings mit dem Unterschied, dass Liechtenstein in den Luftduellen wesentlich agiler dagegenhielt als damals. Auch mutiger ging das Team von Rene Pauritsch zu Werke, allerdings verfügten die Azzurri über die nötige Klasse. Als sie nach einer halben Stunde noch ohne Torerfolg waren, traf Insigne auf spektakuläre Weise. Und Immobile, der nicht gut auf Touren gekommen war, musste Eder weichen, und der traf letztlich. Die grösste Mühe hatte Liechtenstein auf den Aussenbahnen, wo das Gros der Bälle verloren gingen und sich die Italiener immer wieder Vorteile verschafften. Im Abwehrzentrum waren Malin und Gubser parat.

Insigne erlöst die Azzurri mit «Kunstschuss»

Die Italiener versuchten auf das Tempo zu drücken, doch die Liechtensteiner hielten gut dagegen, spielten in der Startviertelstunde keck nach vorne. Dennoch gelang dem Favoriten noch vor dem Seitenwechsel der Führungstreffer: Insigne nahm einen Ball mit der Brust an, drehte sich und traf mittels eines Halbvolley ins rechte Lattenkreuz (1:0).

In der Startphase hatten die Italiener ihr Heil immer wieder aus der zweiten Reihe gesucht. Insigne aus 25 Metern (4.), Candreva (9.), Spinazzola (13.) und Immobile mittels Volley (16.) verfehlten das Tor deutlich. Nur dreimal musste Jehle eingreifen, Immobile (9.) und Insigne schossen zentral (27./32.). Die Italiener legten nach und suchten noch ein zweites Tor, doch Immobile jagte den Volley neben das Tor (39.), und als er solo vor Jehle auftauchte, zeigte der Jubilar seine beste Tat und klärte mirakulös (42.). Auch ein Chiellini-Aufsetzer brachte Jehle nicht in Not (43.).

Und Liechtenstein besass vor dem Verlusttreffer eine riesige Chance, denn ein Polverino-Knaller zischte haarscharf neben dem Kasten von Buffon in Behind (31.); zuvor war Fricks Schuss geblockt worden. Es war ähnlich wie schon in Dänemark, denn Liechtenstein kombinierte sich oft bis ins letzte Drittel, doch dort war dann meistens Endstation.

Belotti legt nach und sorgt für Vorentscheidung

In der zweiten Halbzeit stand Liechtenstein sofort unter Dauerdruck. Barzagli köpfelte übers Tor (47.) und sein Heber war eine leichte Beute für Jehle (50.). Als De Rossi den Ball durchs Zentrum auf Belotti steckte, zeigte der Stürmerstar, wie man solche Chancen nutzt und schlenzte den Ball ins rechte Eck (2:0). Das war die Vorentscheidung, obwohl Liechtenstein seinem Stil treu blieb, die Bälle geschickt in seinen Reihen hielt und nach Ballgewinnen die Offensive suchte, konnte sich die Mannschaft nur noch selten nach vorne lösen. Die Azzurri blieben indes «hungrig» und strebten weitere Torerfolge an. Eder kam und traf schon relativ schnell: Er übernahm einen lang gezogenen Flankenball und bugsierte ihn auf spektakuläre Art und Weise über Jehle hinweg ins Netz (3:0). Einen 23-m-Knaller von Bernardeschi liess Jehle passieren; der Schuss schien haltbar (4:0), war möglicherweise leicht abgefälscht. Bitter, dass die Gäste in der Nachspielzeit noch einen weiteren Verlusttreffer hinnehmen mussten. Vor allem der wirblige Insigne konnte bei seinen Offensivvorstössen nur sporadisch gehalten werden. Er legte quer auf Bernardeschi, der schob aus vier Metern ein (5:0).

Glück hatte Jehle zuvor, als Candreva nur den Pfosten traf (54.). Stark lenkte er einen Bernardeschi-Knaller zur Ecke (79.), ansonsten zeigten die Azzurri in der zweiten Halbzeit Effizienz. Dass die Liechtensteiner auch eine gewisse Selbstsicherheit mitbrachten, zeigte sich, als Polverino mit einem Schuss von der Mittellinie Buffon bezwingen wollte, doch der Ball war zu hoch angesetzt (51.). Und als Hasler mit seinem Energieanfall die Azzurri düpierte, fehlte wenig, doch der aufmerksame Buffon krallte vor ihm den Ball (92.).

Als die Kräfte schwanden, legten die italienischen Einwechselspieler noch eine Schippe nach und hielten das Tempo hoch. Liechtenstein war vornehmlich mit Defensivaufgaben beschäftigt und konnte offensiv kaum Entlastungen herbeiführen.