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LIE
0 : 1
AND
-
 6' Marc Rebes 0:1
Freundschaftsspiele
21.03.2018 18:00 Uhr
Spielort
Estadio Municipal de La Línea de la Concepción
- Zuschauer
Schiedsrichter
Rohit Saggi (NOR)
Schiedsrichter-Assistenten
Jan Erik Engan (NOR)
Geir-Oskar Isaksen (NOR)

Startaufstellung

Peter JEHLE   ab 46' Benjamin BÜCHEL
Maximilian GÖPPEL
Robin GUBSER
Andreas MALIN   ab 82' Seyhan YILDIZ

Michele POLVERINO
Ivan QUINTANS
Nicolas HASLER
Aron SELE

Sandro WIESER
   ab 82' Philippe ERNE
Franz BURGMEIER   ab 46' Sandro WOLFINGER
Dennis SALANOVIC
Ferran POL
Cristian MARTINEZ

Marc VALES
Marc REBES

Ludovic CLEMENTE
   ab 73' Jordi RUBIO
Marcio VIEIRA
Ricard FERNANDEZ
   ab 58' Luigi SAN NICOLAS
Max LLOVERA
Victor RODRIGUEZ   ab 87' Emili GARCIA
Francisco POMARES   ab 71' Moises SAN NICOLAS
Jesus RUBIO

Ersatzspieler

Benjamin BÜCHEL
Thomas HOBI
Daniel BRÄNDLE
Martin RECHSTEINER
Mathias SELE
Marco WOLFINGER
Seyhan YILDIZ

Philippe ERNE
Niklas KIEBER
Sandro WOLFINGER
Simon KÜHNE
Josep Antoni GOMES
Emili GARCIA
Gabriel RIERA
Sergi MORENO
Sebastià GOMEZ PEREZ
Marc GARCIA
Julia SANCHEZ
Luigi SAN NICOLAS
Moises SAN NICOLAS
Xavier VIEIRA
Marc FERRE
Jordi RUBIO

Trainer

Rene Pauritsch
Koldo Alvarez
  • 6' Marc Rebes (0:1)
  • 26' Ricard Fernandez (0:1)
  • 35' Sandro Wieser (0:1)
  • 46' Benjamin Büchel kommt für Peter Jehle (0:1)
  • 46' Sandro Wolfinger kommt für Franz Burgmeier (0:1)
  • 48' Marc Rebes (0:1)
  • 54' Ludovic Clemente (0:1)
  • 58' Luigi San Nicolas kommt für Ricard Fernandez (0:1)
  • 71' Moises San Nicolas kommt für Francisco Pomares (0:1)
  • 73' Jordi Rubio kommt für Ludovic Clemente (0:1)
  • 79' Aron Sele (0:1)
  • 82' Philippe Erne kommt für Sandro Wieser (0:1)
  • 82' Seyhan Yildiz kommt für Andreas Malin (0:1)
  • 87' Emili Garcia kommt für Victor Rodriguez (0:1)
  • 88' Dennis Salanovic (0:1)
  • 88' Cristian Martinez (0:1)
  • 90' (+4)Seyhan Yildiz (0:1)

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Ein delikater Vorgeschmack auf die Nations League

Ernüchterung: Liechtenstein enttäuschte im ersten Länderspiel des Jahres gegen Andorra und bezog eine 1:0 (1:0)-Niederlage. Rebes erzielte den Siegestreffer per Kopf (6.).

Liechtenstein konnte in keiner Phase an den starken Auftritt in Katar anknüpfen und enttäuschte auf voller Länge. Vor allem mit der sehr harten Gangart der Andorraner tat sich Liechtenstein sehr schwer. Andorra siegte dank seines unbändigen Willens, ging oft über die Grenzen des Erlaubten, hatte sich aber den Sieg keineswegs gestohlen.

Führungstreffer brach Liechtenstein das Genick

Nach einem kurzen Abtasten, in dem die Zweikämpfe im Vordergrund standen, glückte Andorra aus einem Freistoss heraus die Führung: Rebes köpfelte eine Clemente-Flanke aus dem Halbfeld ins rechte, untere Eck (1:0); sein zweites Länderspieltor. «Jedes Tor ist wichtig. In diesem Fall war es ein historischer Moment, für Andorra zu treffen», freute sich Marc Rebes.

Nachdem die FL-Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte, zog Riera aus der Drehung ab; der geblockte Ball gelangte zu Clemente, dessen Rückzieher landete an der Querlatte (10.). Glück, dass Liechtenstein nicht schon den zweiten Verlusttreffer hinnehmen musste. Liechtensteins Nati schien im Tiefschlaf zu stecken; Andorra lebte vor, was Härte und Entschlossenheit in den Zweikämpfen bedeutet. Die giftige Spielweise behagte der Pauritsch-Elf keineswegs. Nach jedem Pass setzten die Andorraner nach und erwischten das eine oder andere Bein, sodass der Ref alle Hände voll zu tun hatte: Diese giftige Gangart war entscheidend, dass Andorra immer wieder das Leder relativ leicht zurückeroberte, weil das Spiel der Liechtensteiner sehr unpräzise ausfiel. Die unorthodoxe Spielweise führte zu vielen Zufallsaktionen, weil der Ball auch sehr oft in der Luft war. In extremis musste Göppel vor dem einschussbereiten Rodriguez klären (28.).

Wieser war bemüht, aus der zweiten Reihe abzuziehen, doch seine Schüsse landeten zehn (22.) respektive 15 Meter neben dem Kasten (33.). Es waren Verzweiflungstaten; in der Lufthoheit war er aber der einzige Liechtensteiner, der jene Duelle gewann. Eine strittige Szene gab es dennoch, als Burgmeier im Strafraum gefoult wurde (23.). Vieles blieb im FL-Spiel Stückwerk; es fehlten die zündenden Ideen im Spiel nach vorne. Liechtenstein wies optisches Übergewicht auf, war aber nicht zwingend.

Die Halbzeitführung war nicht gestohlen, denn Andorra zeigte mehr Entschlossenheit und lebte die internationale Härte vor, die Liechtenstein gegen Katar zuletzt zu Tage gelegt hatte, gestern aber vermissen liess.

Viel Zufall und keine gefälligen Aktionen

In der zweiten Halbzeit spielte die Hektik und der Zufall die dominante Rolle. Liechtenstein war nicht imstande, Torchancen zu kreieren. Die beste liess Wolfinger liegen, als er ein herrliches Zuspiel von Quintans nicht ideal traf (83.) und Göppels Knaller von halblinker Position blockte ein Andorraner zur Ecke (93.). Das war die ernüchternde Bilanz.

Viel Hektik war im Spiel. Statt Ruhe zu bewahren, wollten die Liechtensteiner oft die Freistösse rasch ausführen, produzierten jedoch Fehlpässes. Sie schienen genervt zu sein, denn die Andoraner agierten wie «lästige Fliegen». Das grösste Problem war, dass Liechtenstein die von Andorra eingebrachte Hektik nicht unter Kontrolle brachte. Andorra besass zwei Chancen, um das Skore auszubauen. Einen Eckball lenkte Gubser an den eigenen Torpfosten (65.), ein San-Nicolas-Schuss wurde geblockt und ein Vales-Nachschuss hielt Büchel sicher (66.). Auch ein Llovera-Kopfball war die sichere Beute des FL-Keepers, der fehlerfrei spielte (81.).

«Nach dem 1:0-Rückstand sind wir extrem unsicher geworden. Unverständlich, denn in Katar hatten wir eine andere Erfahrung gemacht, hatten ruhig weitergespielt und die Wende geschafft. Das ging heute komplett in die Hosen», urteilte Michele Polverino treffend.