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LIE
0 : 2
CZE
-
 12' Tomas Necid 0:1
 28' Vaclav Kadlec 0:2
EM Qualifikation 2012 - Gruppe I
12.10.2010 20:00 Uhr
Spielort
Rheinpark Stadion, Vaduz
2555 Zuschauer
Schiedsrichter
Stanislav Sukhina (RUS)
Schiedsrichter-Assistenten
Vitaly Drozdov (RUS)
Tikhon Kalugin (RUS)

Startaufstellung

Peter JEHLE
Yves OEHRI
Martin STOCKLASA
Michael STOCKLASA

Martin RECHSTEINER
Philippe ERNE   ab 78' Rony HANSELMANN
Michele POLVERINO

Sandro WIESER
   ab 83' Ronny BÜCHEL
Franz BURGMEIER
Mario FRICK
Thomas BECK   ab 66' Nicolas HASLER
Petr CECH
Zdenek POSPECH
Roman HUBNIK
Marek SUCHY
Michal KADLEC
Tomas ROSICKY
Tomas HÜBSCHMAN
Jaroslav PLASIL
Jan POLAK   ab 59' Jiri STAJNER

Tomas NECID   ab 89' Milan PETRZELA
Vaclav KADLEC   ab 64' Roman BEDNAR

Ersatzspieler

Benjamin BÜCHEL
Lucas EBERLE
Ronny BÜCHEL
Martin BÜCHEL
Rony HANSELMANN
Nicolas HASLER
Franz-Josef VOGT
Jan LASTUVKA
Jan RAJNOCH
Lukas MAGERA
Daniel PUDIL
Roman BEDNAR
Jiri STAJNER

Milan PETRZELA

Trainer

Bidu Zaugg
Michal Bilek
  • 4' Tomas Rosicky (0:0)
    Rosicky lässt Rechsteiner im Strafraum stehen, doch sein Querpass kommt zum Glück nicht an.
  • 5' Zdenek Pospech (0:0)
    Erneut Glück für Liechtenstein. Einen Schuss aus Halbrechts klärt Jehle glänzend zur Ecke
  • 7' Sandro Wieser (0:0)
    Riesenchance für Liechtenstein. Nach Eckball Sandro Wieser köpft Martin Stocklasa aus kurzer Distanz über das Tor
  • 9' Philippe Erne (0:0)
    Erneut Riesenchance für Liechtenstein. Einen Flankenball verlängert Philippe Erne mit dem Kopf an den Pfosten. Petr Cech wäre absolut machtlos gewesen.
  • 12' Tomas Necid (0:1)
    Tor für Tschechien durch Necid, der vom Strafraum abzieht und unter die Latte trifft.
  • 14' Philippe Erne (0:1)
    Schöne Kombination über Burgmeier, Beck und Polverino zu Erne, der den Schuss aus 16 Metern verzieht.
  • 20' Jan Polak (0:1)
    Wieder ein gefährlicher Weitschuss der Tschechen.
  • 21' Tomas Rosicky (0:1)
  • 23' Jaroslav Plasil (0:1)
  • 28' Vaclav Kadlec (0:2)
    Vaclav Kadlec kommt an der Strafraumgrenze zum Schuss und trifft präzise ins entfernte Eck.
  • 32' Tomas Rosicky (0:2)
  • 35'  (0:2)
    Schöne Kombination über Wieser zu Burgmeier, doch dieser wird erfolgreich am Abschluss gehindert.
  • 38'  (0:2)
    Einen Querpass von Michal Kadlec verpasst der im Fünfmeterraum völlig freistehende Roman Bednar.
  • 39'  (0:2)
    Tolle Freistoss-Hereingabe von Wieser, doch Frick verpasst knapp und der Ball streicht am Pfosten vorbei.
  • 43'  (0:2)
    Burgmeier rettet in höchster Not vor dem heraneilenden Pospech
  • 45'  (0:2)
    Halbzeitpfiff in Vaduz.
  • 47' Michele Polverino (0:2)
  • 51' Tomas Hübschman (0:2)
    Chance für Tschechien. Der Schuss von Hübschman geht über das Tor.
  • 52'  (0:2)
    Wieder brenzlige Situation im Strafraum, doch Necid kann erfolgreich am Abschluss gehindert werden.
  • 54'  (0:2)
    Freistoss für Tschechien aus knapp 20 Metern. Jehle klärt den Schuss von Plasil zur Ecke
  • 54' Tomas Rosicky (0:2)
  • 57' Sandro Wieser (0:2)
  • 58' Tomas Rosicky (0:2)
  • 59' Jiri Stajner kommt für Jan Polak (0:2)
  • 64' Roman Bednar kommt für Vaclav Kadlec (0:2)
  • 65' Michael Stocklasa (0:2)
  • 65'  (0:2)
    Chance für Liechtenstein. Franz Burgmeier kommt halblinks zum Schuss, doch der Ball wird abgelenkt und landet knapp neben dem Pfosten.
  • 66' Nicolas Hasler kommt für Thomas Beck (0:2)
  • 71' Jiri Stajner (0:2)
  • 73' Roman Bednar (0:2)
    Nach einem Steilzuspiel kann Roman Bednar von Michael Stocklasa gerade noch gestoppt werden.
  • 73' Tomas Rosicky (0:2)
  • 78' Rony Hanselmann kommt für Philippe Erne (0:2)
  • 83' Ronny Büchel kommt für Sandro Wieser (0:2)
  • 83'  (0:2)
    Glück für Liechtenstein. Einen Querpass von Michal Kadlec trift der im Fünfmeterraum völlig freistehende Roman Bednar nicht richtig.
  • 84'  (0:2)
    Und wieder Glück für Liechtenstein. Ein Tor von Stajner wird wegen Abseits nicht anerkannt.
  • 85' Roman Bednar (0:2)
    Nächste Grosschance. Jehle rettet knapp vor Bednar.
  • 89' Milan Petrzela kommt für Tomas Necid (0:2)
  • 90'  (0:2)
    Offizielle Nachspielzeit: 3 Minuten.
  • 90' (+3) (0:2)
    Schlusspfiff in Vaduz. Tschechien gewinnt 0:2.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Tschechiens Effizienz reicht

Liechtenstein geriet im EMAusscheidungsspiel gegen Tschechien an seine Grenzen. Obwohl die Tschechen nicht wirklich glänzten, siegten sie mit 0:2 (0:2)-Toren und hielten Anschluss an Leader Spanien.Necid (12.) und Vaclav Kadlec (29.) waren mit zwei Weitschüssen erfolgreich.

Offensiv fehlte die Frische
Liechtenstein fand sehr gut ins Spiel, konnte aber nicht reüssieren. Die Tschechen zeigten vor, was es heisst, effizient zu sein. Nach der 0:2-Führung hielten die Gäste das Spiel unter Kontrolle, liessen Ball und Mann laufen. Liechtenstein konnte je länger die Partie dauerte, nicht mehr reagieren. Etliche Spieler wirkten stumpf und Nationaltrainer Zaugg glaubte, dass selbst die Offensivkräfte viel defensiven Aufwand betreiben mussten. «Es war wohl der Aufwand, den sie betreiben mussten. Deshalb fehlte in der Offensive die Frische und Durchschlagskraft», urteilte Zaugg.

Statt Führung folgt der Rückstand
Liechtenstein besass in der Startphase zwei hochkarätige Torchancen. Martin Stocklasa köpfelte den Wieser-Eckball über die Querlatte (8.) und nur 100 Sekunden später köpfelte Michael Stocklasa einen Burgmeier-Freistoss an den rechten Aussenpfosten (9.). Stattdessen fiel entgegen dem Spielverlauf der 0:1-Führungstreffer: Michael Stocklasa wollte ein Rosicky-Zuspiel unterbinden,
verpasste den Ball, der bei Necid landete. Der jagte den Ball aus 23 Metern ins linke obere Lattenkreuz (0:1).

Zuvor kombinierten die Tschechen bis zum Strafraum, dort ging ihnen das Latein aus. Doch mit dem probaten Mittel, den Weitschüssen, hatten sie letztlich auf die Erfolgsstrasse eingebogen. Auch das zweite Tor resultierte aus einem Flachschuss des 18-jährigen Vaclav Kadlec; der Distanzschuss aus 18 Metern schien haltbar (0:2).

Aggressiver zur Sache
DieTschechen attackierten die Liechtensteiner stets früh, liessen wenig Spielfluss zu und wirkten frischer und vor allem aggressiver. Auch punkto Ballbehauptung (fehlende Stabilisation) hatten die Gäste deutliche Vorteile gegenüber den Gastgebern, die nicht mehr jene Frechheit an denTag legten, wie noch vierWochen zuvor in Schottland. Dennoch, die FL-Defensive liess wenig zu, lediglich im Mittelfeld gingen die Bälle zu rasch und einfach verloren. Es fehlten die zündenden Ideen, um dieTschechen ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Teilweise stiegen die Liechtenststeiner zu brav in die Zweikämpfe. Oehri klärte gegen einen Necid-Kopfball (6.), Erne agierte im Abschluss zu zögerlich (13.), Polak überschoss (20.), Burgmeier zögerte beim besten Angriff zu lange und blieb an Innenverteidiger Hubnik hängen (35.) und Wiesers Freistoss verpasste Mann und Maus sowie das Tor hauchdünn (39.).

Tschechen um Kontrolle bemüht
Im zweiten Abschnitt waren die Tschechen bemüht, das Spiel zu kontrollieren. Hübschman zielte zu hoch (51.), Plasil prüfte Jehle mit einem Freistoss (54.), Necid jagte den Ball aus sieben Metern in den Nachthimmel (61.) und Bednar sah den Abschluss von Jehle abgewehrt (73.) und verfehlte das herrenlose Tor (83.). DieTschechen waren dem dritten Tor näher, als Liechtenstein dem Anschlusstreffer. Nur einmal konnte sich Liechtenstein eine Offensivszene gutschreiben lassen. Burgmeier zog von halblinker Position ab, Hubnik wehrte den Ball mit der Hand zur Ecke ab (64.); der Schiedsrichterpfiff blieb aus. Liechtensteins Spieler schienen platt zu sein. Trotz des Bemühens fehlte die Cleverness, um die abgeklärten tschechischen Verteidiger zu vernaschen oder zu düpieren. Es fehlte das Überraschungsmoment in der Angriffsauslösung, zudem konnten sich die Offensivekräfte nie entscheidend durchsetzen. Die Tschechen konnten mit ihrer aggressiven Spielweise relativ rasch die Partie kontrollieren. Etliche Akteure konnten nicht ihr Potenzial ausschöpfen.