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CZE
2 : 0
LIE
 3' Milan Baros 1:0
 70' Michal Kadlec 2:0
-
EM Qualifikation 2012 - Gruppe I
29.03.2011 17:30 Uhr
Spielort
Strelecky Ostrov, Budweis
6600 Zuschauer
Schiedsrichter
Ovidiu Alin Hategan (ROU)
Schiedsrichter-Assistenten
Miklos Nagy (ROU)
Octavian Sovre (ROU)

Startaufstellung

Petr CECH
Michal KADLEC
Roman HUBNIK
Tomas SIVOK
Tomas ROSICKY   ab 84' Jan POLAK
Zdenek POSPECH
Jaroslav PLASIL

Milan BAROS
Tomas HÜBSCHMAN
David LAFATA   ab 59' Tomas NECID
Jan MORAVEK
Peter JEHLE
Martin RECHSTEINER

Martin STOCKLASA
Michael STOCKLASA

Franz BURGMEIER
Thomas BECK

Nicolas HASLER
Martin BÜCHEL   ab 10' Wolfgang KIEBER, Christen81. 
Philippe ERNE
Mario FRICK

David HASLER

Ersatzspieler

Jan LASTUVKA
Jan RAJNOCH
Tomas NECID
Jan POLAK
Vaclav KADLEC
Adam HLOUSEK
Cengiz BICER
Andreas CHRISTEN
Olcay GÜR
Daniel KAUFMANN
Wolfgang KIEBER
Franz-Josef VOGT

Trainer

Michal Bilek
Bidu Zaugg
  • 3' Milan Baros (1:0)
  • 10' Wolfgang Kieber kommt für Martin Büchel (1:0)
  • 10'  (1:0)
    Chance für die Tschechen. Jehle pariert den Schuss von Lafata
  • 19'  (1:0)
    Grosschance für Thomas Beck, der von David Hasler freigespielt wird, von rund 16 Metern freie Schussbahn hat, aber verzieht.
  • 21'  (1:0)
    Jehle glänzt bei einem Schuss von Lafata
  • 22'  (1:0)
    Chance für Philippe Erne nach Vorarbeit von David Hasler
  • 27'  (1:0)
    Jehle pariert zum wiederholten Male. Diesmal einen Flachschuss von Pospech.
  • 29'  (1:0)
    Chance für Liechtenstein: Frick erobert sich im Mittelfeld den Ball, spielt Erne an, der plötzlich nur noch einen Gegenspieler vor sich hat, an diesem jedoch scheitert.
  • 32' Thomas Beck (1:0)
  • 33'  (1:0)
    Distanzschuss von Thomas Beck übers Tor.
  • 35'  (1:0)
    Nächster Eckball für Liechtenstein, nachdem Czech einen Abschluss von Erne klärt.
  • 35' Thomas Beck (1:0)
  • 35'  (1:0)
    Jehle klärt in extermis gegen Lafata.
  • 38' Michael Stocklasa (1:0)
    Gelbe Karte für Michael Stocklasa und Freistoss für Tschechien knapp 18 Meter vor dem Tor: Jehle pariert den Schuss von Michal Kadlec glänzend.
  • 40'  (1:0)
    Nach einer erneuten Balleroberung im Mittelfeld durch Frick kommt David Hasler an den Ball und hat viel Platz. Sein Pass auf Erne landet jedoch beim gegnerischen Torhüter.
  • 44'  (1:0)
    Freistoss Tschechien aus halblinker Position an der Strafraumgrenze. Plasil schiesst die Mauer an.
  • 45'  (1:0)
    Nachspielzeit: 2 Minuten
  • 48'  (1:0)
    Eckballtriplette der Tschechen, die nichts einbringt.
  • 56' Martin Rechsteiner (1:0)
  • 57' Mario Frick (1:0)
  • 59' Tomas Necid kommt für David Lafata (1:0)
  • 69'  (1:0)
    Lattenschuss Milan Baros. Den Abpraller können die Liechtensteiner zur Ecke klären.
  • 69' Thomas Beck (1:0)
  • 70' Michal Kadlec (2:0)
    Michal Kadlec köpft einen Eckball zum 2:0 ins Tor.
  • 80'  (2:0)
    Gelegenheit für Liechtenstein. Fricks Hereingabe von links landet jedoch in den Händen von Czech.
  • 81' Andreas Christen kommt für Wolfgang Kieber (2:0)
  • 81' Jaroslav Plasil (2:0)
  • 84' Jan Polak kommt für Tomas Rosicky (2:0)
  • 90'  (2:0)
    Nachspielzeit in der zweiten Halbzeit: 2 Minuten

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Geärgert, aber nicht gepunktet!

Liechtenstein wartet in der EM-Ausscheidungsgruppe I weiterhin auf den ersten Punktgewinn. Co-Favorit Tschechien besiegte Liechtenstein mit 2:0 (1:0)Toren, tat sich aber über weite Strecken schwer.

Baros (3.) und Michal Kadlec (70.) erzielten die Tore für den Gastgeber, der nach dem frühen Führungstreffer offenbar glaubte, die Partie schon gewonnen zu haben. Das Gegenteil trat ein; Liechtenstein wurde von Minute zu Minute mutiger, erkämpfte sich etliche Bälle und kombinierte stark nach vorne. Vor allem Thomas Beck und David Hasler sowie mit Fortdauer der Partie auch Philippe Erne getrauten sich, ihre Gegenspieler im 1:1-Duell zu düpieren.
Doch die Chancen sind das eine; sie müssen irgendwann zum Torerfolg führen. Auch die fehlende Effizienz war gestern Abend ein grosses Problem. Eine dieser Torchancen hätte möglicherweise die Tschechen noch nervöser gemacht.

Tschechen mit Feuerwerk.
Mit einem wahren Feuerwerk legten die Tschechen los und gingen durch einen Baros-Flachschuss aus 15 Metern ins linke Eck (1:0) früh in Front. Der nächste Schock folgte postwendend: Plötzlich lag Martin Büchel schmerzverzerrt an der Seitenlinie, nach kurzer Pflege musste er ausgetauscht werden (10.).Was war passiert? Er holte sich eine Zerrung am linken, hinteren Oberschenkel. «Nach einem Passball hat es mich gezwickt. Ich dachte, dass es dennoch geht, doch verschlimmerte sich alles», ärgerte sich Büchel, der nach Absprache mit dem Mannschaftsarzt einen Verband anbringen wollte. «Der riet davon ab. Möglicherweise hätte ich eine schlimmere Verletzung riskiert», so Büchel.
Mehrmals stand in der Folge Torhüter Jehle im Mittelpunkt des Geschehens. Lafata scheiterte mit einem Flachschuss (10.), einem Volley (22.) und einem Schlenzer (36.) an Jehle, den Pospech-Kracher boxte der FCV Keeper aus der Gefahrenzone (25.) und ein Kadlec-Freistoss beunruhigte Jehle nicht (39.). Dazwischen mussten die Gäste das Glück beanspruchen: Zuerst warf sich Martin Stocklasa sieben Meter vor dem Tor in einen Baros-Schuss, den Abpraller setzte Moravek an die Querlatte (16.).

Es war längst ein offener Schlagabtausch, denn Liechtenstein hatte sich erstaunlich gut vom raschen Gegentreffer erholt und besass ebenfalls hochkarätige Möglichkeiten: Beck – von David Hasler herrlich lanciert – überschoss frei stehend aus 15 Metern (20.); das hätte der Ausgleich sein müssen. Beck kam später nochmals glänzend zum Abschluss, doch sein Volley strich hoch über die Querlatte (33.). Eine strittige Szene des «Heimrefs» sei auch noch erwähnt, als Sivok mit einem Notbremsefoul David Hasler knapp an der Strafraumgrenze foulte. Der Pfiff des Schiedsrichters, der die Karten einseitig verteilte, blieb aus (23.).Auch Erne verzeichnete zwei Offensivaktionen. Zuerst legte er vor dem letzten Abwehrspieler einen Haken zu viel ein (29.), mit seinem Flachschuss ins nahe Eck zwang er Torhüter Cech zu einer Glanztat (35.). Die letzte Gelegenheit liessen die Gäste aus, als David Hasler mit dem Zuspiel auf Beck zu lange wartete (40.).

Michal Kadlec erlöst Tschechen
Im zweiten Abschnitt blieb das Bild unverändert. Die Tschechen bestimmten die Gangart und das Tempo; sie drängten Liechtenstein weit zurück. Dennoch besass Liechtenstein durch David Hasler die Ausgleichschance, den Volley des FCV-Stürmers lenkte Cech zur Ecke (53.). Michal Kadlec gelang im Anschluss an den zehnten Plasil-Eckball das 2:0 per Kopf, somit erlöste er die heimischen Fans, denen doch einige Male der Atem stockte.

Sivok mit einem Kopfball neben das Tor (65.) sowie ein Baros-Kracher ans Lattenkreuz – möglicherweise ging der Szene ein Abseits voraus (69.) – waren die einzigen erwähnenswerten Abschlüsse der Tschechen. Frick betrieb im Finish noch Resultatkosmetik, als er aus spitzem Winkel abschloss, statt David Hasler im Zentrum zu bedienen (80.).

Die Tschechen wirkten ab und zu unkonzentriert, das eröffnete Chancen, in der gegnerischen Platzhälfte in Ballbesitz zu kommen, doch fehlte in solchen Momenten oft das rasche Nachsetzen. Liechtenstein spielte jedoch beherzt, es fehlte lediglich die Entschlossenheit, um das mögliche Auswärtstor zu erzielen