schliessen
LIE (U21)
2 : 7
ITA (U21)
 7' Fabian Eberle 1:0
 64' Niklas Kieber 2:5
 28' Fausto Rossi 1:1
 36' Manolo Gabbiadini 1:2
 45' Manolo Gabbiadini 1:3
 49' Alessandro Florenzi 1:4
 55' Manolo Gabbiadini 1:5
 77' Lorenzo Insigne 2:6
 89' Lorenzo Insigne 2:7
UEFA-U21-EM 2013 Quali - Gruppe 7
06.10.2011 17:00 Uhr
Spielort
Vaduz, Rheinpark Stadion
1033 Zuschauer
Schiedsrichter
Elmir Pilav (BIH)
Schiedsrichter-Assistenten
Momir Sirko (BIH)
Senad Ibrisimbegovic (BIH)

Startaufstellung

Dario CALUORI
Fabian EBERLE
Sakir KAPLAN   ab 72' Sandro WOLFINGER
Valentin FLATZ
Olcay GÜR
Christoph DUELLI   ab 46' Philipp OSPELT
Mathias SELE
Lucas EBERLE
Simon PIRKER
Niklas KIEBER
Armando HEEB
   ab 81' Daniel BRÄNDLE
Carlo PINSOLGLIO
Davide SANTON   ab 74' Giulio DONATI
Alessandro CRESCENZI
Fausto ROSSI   ab 54' Andrea BERTOLACCI
Luca ANTEI
Luca CALDIROLA
Alessandro FLORENZI
Luca MARRONE
Fabio BORINI

Lorenzo INSIGNE
Manolo GABBIADINI   ab 60' Alberto PALOSCHI

Ersatzspieler

Mario TICHY
Alessandro BÜCHEL
Sandro WOLFINGER
Daniel BRÄNDLE
Pius SPRENGER
Philipp OSPELT
Steven HERCOD
Francesco BARDI
Giulio DONATI
Daniele MORI
Andrea BERTOLACCI
Diego FABBRINI
Alberto PALOSCHI
Mattia DESTRO

Trainer

Rene Pauritsch
Ciro Ferrara
  • 1'  (0:0)
    Italien hat Ankick. Das Spiel läuft.
  • 7' Fabian Eberle (1:0)
    Freistoss für Liechtenstein, getreten von Armando Heeb, und das sensationelle 1:0 durch einen Kopfball von Fabian Eberle, der höher steigt als die italienischen Verteidiger.
  • 8' Fabio Borini (1:0)
  • 16'  (1:0)
    Erste gefährliche Gelegenheit für Italien. Der Abschluss von Florenzi stellt jedoch kein Problem für Caluori im Tor der Liechtensteiner dar.
  • 18' Fabio Borini (1:0)
    Nach einer Pflege an der Seitenlinie betritt Borini das Feld ohne vom Schiedsrichter dazu aufgefordert zu sein. Diesem bleibt keine andere Wahl, als den zuvor verwarnten Angreifer vom Platz zu stellen.
  • 23' Armando Heeb (1:0)
    Erster Eckball für Liechtenstein, der allerdings keine Gefahr bringt.
  • 26' Armando Heeb (1:0)
  • 27' Lorenzo Insigne (1:0)
    Schuss von Insigne knapp am Tor vorbei.
  • 28' Fausto Rossi (1:1)
    Nach eine Eckball kommt Florenzi zum Abschluss, doch sein Schuss wird von der Verteidigung abgeblockt. Der Ball gelangt ausserhalb des Strafraums zu Rossi, der mit einem Weitschuss zum Ausgleich in die entfernte Ecke trifft.
  • 36' Manolo Gabbiadini (1:2)
    Nach einem Steilzuspiel kommt Gabbiadini im Strafraum an den Ball und trifft überlegt zum 1:2.
  • 45' Manolo Gabbiadini (1:3)
    Manolo Gabbiadini erobert sich den Ball, lässt seinen Gegenspieler stehen und schiesst zum 1:3 ein.
  • 46' Philipp Ospelt kommt für Christoph Duelli (1:3)
  • 46'  (1:3)
    Eckball Liechtenstein, getreten durch Armando Heeb. Der Ball wird abgefälscht und landet am Pfosten.
  • 48'  (1:3)
    Erneute Chance für Liechtenstein nach einem Freistoss von Heeb. Seine Hereingabe kann aber nicht wunschgemäss verarbeitet werden.
  • 49' Alessandro Florenzi (1:4)
    Schönes Zusammenspielt von Marrone und Florenzi, welches Florenzi zum 1:4 abschliesst.
  • 54' Andrea Bertolacci kommt für Fausto Rossi (1:4)
  • 55' Manolo Gabbiadini (1:5)
  • 60' Alberto Paloschi kommt für Manolo Gabbiadini (1:5)
  • 64' Niklas Kieber (2:5)
    Auf Pass von Simon Pirker, der im Mittelfeld denn Ball erobert hat, trifft Niklas Kieber mit einem Schuss aus rund 20 Metern, der sich hinter Italiens Schlussmann Pinsolglio zum 2:5 ins Tor senkt.
  • 70'  (2:5)
    Toller Schuss von Bertolacci aus grosser Distanz, den Caluori gerade noch über die Latte zu lenken vermag.
  • 72' Sandro Wolfinger kommt für Sakir Kaplan (2:5)
  • 74'  (2:5)
    Eckball für Liechtenstein, getreten von Heeb. Sein Corner gerät zu lang.
  • 74' Giulio Donati kommt für Davide Santon (2:5)
  • 76'  (2:5)
    Eckball für Italien, getreten von Insigne.
  • 77' Lorenzo Insigne (2:6)
    Auf Vorlage von Paloschi trifft Lorenzo Insigne zum 2:6
  • 81' Daniel Brändle kommt für Armando Heeb (2:6)
  • 86'  (2:6)
    Zweimal Eckball Italien und zweimla auch Glück für Liechtenstein, dass die italienischen Angreifer in aussichtsreicher Position verschiessen.
  • 89' Lorenzo Insigne (2:7)
    Toller Heber von Insigne zum 2:7.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Eine Lehrstunde der Azzurri

Liechtensteins U21-Nationalmannschaft erhielt vom fünffachen U21-Europameister Italien eine Lehrstunde aufgebrummt. Mit 2:7-(1:3)-Toren tauchten die Liechtensteiner.

Fabian Eberle (7.) und Kieber (64.) für Liechtenstein sowie Gabbiadini mit einem Hattrick (36./45./55.), Insigne mittels Doppelpack (77./89.), Rossi (29.) und Florenzi (50.) erzielten die Tore der Italiener.

Der Klassenunterschied war einfach zu gross: Obwohl die Italiener ab der 17. Minute in Unterzahl spielen mussten, liefen sie kaum Gefahr, die Partie nicht zu gewinnen. Zu viele Unzulänglichkeiten vor allem in der Defensive und im Spielaufbau offenbarten sich bei den Liechtensteinern.

Fabian Eberle mit dem frühen 1:0
Was für ein Auftakt: Heeb zirkelte einen Freistoss von halblinker Position ans hintere Fünfereck, wo Fabian Eberle den Ball einköpfte (1:0); Torhüter Pinsolglio stand im «Schilf». Die Azzurris waren sichtlich geschockt, hatten in den ersten Minuten zuvor viel Druck erzeugt. Die Liechtensteiner hatten sich mit einigen Fouls einen gewissen Respekt verschafft. Torhüter Caluori stoppte Borini (14.) und hielt den Insigne-Flachschuss (19.). Glück hatte Caluori, als Gabbiadini den Ball aus vier Metern übers Tor köpfte (21.).

Gelbrot für Borini
Ein Unglück kommt selten allein, dürfte sich Gästetrainer Ferrara gedacht haben, als AS-Roma-Stürmer Borini innert Sekunden zweimal Gelb sah und vom Platz flog (17.): Zuerst reklamierte er und betrat nach einem verletzungsbedingten Out das Spielfeld an der falschen Stelle, obwohl ihn der Schiedsrichter angewiesen hatte, sich an der Mittellinie zu postieren. Diese Situation war wie Gift für Liechtenstein und ein Weckruf für die Azzurris, die plötzlich aggressiver agierten und entschlossener agierten. Die Liechtensteiner wirkten verhalten, setzten nicht mehr entschlossen genug nach und schienen die Führung verwalten zu wollen.

Pauritsch: «Das war Gift für uns»
«Das war in der Tat Gift für meine Jungs. Wir hatten offenbar die Verpflichtung, spielerisch mehr nach vorne zu tun und gaben die defensiven Räume auf. Dass Italien das optimal nutzen kann, haben wir gesehen», urteilte Liechtensteins U21-Trainer Rene Pauritsch. Sein Gegenüber, Italiens Trainer Ciro Ferrara, sah das anders. «Wir mussten uns organisieren, um Liechtenstein vor Probleme zu stellen. Die Jungs haben gecheckt, dass jeder auf dem Platz mehr arbeiten musste», befand Ferrara. Das Nachlassen der Liechtensteiner nutzten die italienischen Profis resolut aus. Rossi erzielte mit einem Weitschuss aus rund 25 Metern den 1:1-Ausgleich. Obwohl sich der Ball wegdrehte schien der Schuss haltbar zu sein. Gabbiadini vom Serie-A-Verein Atalanta Bergamo nutzte die Freiräume: Zuerst jagte er aus halblinker Position den Ball ins Netz (1:2) und nach einem missglückten Abkick von Torhüter Caluori behauptete er sich gegen Flatz und traf von der Strafraumgrenze (1:3).

Auf den Pfostenschuss das 1:4
Zu Beginn der zweiten Halbzeit – Philipp Ospelt kam für den überforderten Duelli – hatte Heeb Pech, als sein Eckball an den Pfosten prallte (47.). In der Folge zeigten die Azzurris, dass sie nicht willens waren, einen Gang zurückzuschalten. Sie lebten Effizienz und suchten jede Möglichkeit zum Torerfolg. Schliesslich schlich Florenzi Aussenback Kaplan davon und traf ins Eck (1:4). Nach einem Gür-Patzer war Gabbiadini zur Stelle (1:5). Letztlich gelang Niklas Kieber auf Pirker-Zuspiel Resultatkosmetik: Kieber überhob den Keeper mit einem Heber von der Strafraumgrenze (2:5). Die Italiener blieben «hungrig». Einen Bertolacci-Kracher lenkte Caluori über die Querlatte (70.); beim Paloschi-Stangerl-Pass – Lucas Eberle hatte den Ball verloren – konnte er nicht eingreifen, Insigne schob ein (2:6). Nachdem Marrone nur den Aussenpfosten getroffen hatte (85.), fiel doch noch das brutale 2:7. Torhüter Caluori klärte per Kopf ausserhalb des Strafraums in die Füsse von Insigne, der loobte den Ball ins Tor.

Zu viele defensive Fehler
Um auf internationalem Niveau bestehen zu können, ist ein gewisser Standard unerlässlich. Dass Liechtenstein schon zahlreiche U21-Talente in der A-Nati hat, zeugt von einer positiven Entwicklung. Der gestrige Tag belegte aber auch, dass etlichen Defensivspielern eine gewisse Klasse abgeht. Im Zweikampfverhalten (Gür, Kaplan, Duelli), in den Laufduellen (Flatz, Gür) und in der Ballkontrolle (Gür, Duelli) offenbarten sich die grössten Schwächen. Und das führte zum klaren Verdikt. Positiv trat Rechtsverteidiger Fabian Eberle auf; er zeigte Mut und liess über seine Seite nur wenig zu. Torhüter Caluori und «Sechser» Lucas Eberle konnten trotz einzelner Patzer positive Werbung für sich machen.