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SVK
2 : 0
LIE
 36' Marek Sapara 1:0
 79' Martin Jakubko 2:0
-
WM Qualifikation 2014 - Gruppe G
11.09.2012 20:15 Uhr
Spielort
Pasienky Stadium, Bratislava
- Zuschauer
Schiedsrichter
Simon Evans (WAL)
Schiedsrichter-Assistenten
Edward King (WAL)
Alun Boore (WAL)

Startaufstellung

Dusan KUCIAK
Peter PEKARIK
Kornel SALATA
Martin SKRTEL
Radoslav ZABAVNIK

Lubomir GULDAN
Marek SAPARA
Vladimir WEISS
   ab 63' Michal BREZNANIK
Marek HAMSIK   ab 82' Juraj KUCKA
Miroslav STOCH
Marek BAKOS   ab 60' Martin JAKUBKO
Peter JEHLE
Yves OEHRI
Martin STOCKLASA
Daniel KAUFMANN
Franz BURGMEIER

Michele POLVERINO

Thomas BECK   ab 70' Fabian EBERLE
Nicolas HASLER
David HASLER

Philippe ERNE
Mathias CHRISTEN
   ab 84' Vinzenz FLATZ

Ersatzspieler

Dusan PERNIS
Lukas PAUSCHEK
Marek CECH
Juraj KUCKA
Michal BREZNANIK
Karim GUÉDÉ
Martin JAKUBKO
Cengiz BICER
Fabian EBERLE
Vinzenz FLATZ
Ivan QUINTANS

Trainer

Stanislav Griga
Bidu Zaugg
  • 0'  (0:0)
    Liechtenstein steigt gegenüber der Bosnien-Partie mit einer personell auf zwei Positionen veränderten Mannschaft in das Qualifikationsspiel gegen die Slowakei. Anstelle des leicht angeschlagenen Ivan Quintans und des jungen Vinzenz Flatz beginnen Thomas Beck und Mathias Christen.
  • 1'  (0:0)
    Das Spiel läuft und beginnt gleich mit einem Freistoss für die Slowakei von links. An Freund und Feind vorbei landet der Ball zum Glück direkt in den Händen von Jehle.
  • 5'  (0:0)
    Die Slowaken setzen das Team von Bidu Zaugg sofort unter Druck. Die Liechtensteiner steigen resolut in die Zweikämpfe.
  • 7'  (0:0)
    Grosschance für die Slowaken mit Abschluss Bakos, den Jehle mit einer tollen Reaktion klären kann.
  • 11'  (0:0)
    Erneute Chance für die Slowakei durch Bakos, der Jehle überlupft, doch Kaufmann befreit auf der Linie.
  • 19'  (0:0)
    Erste Chance für Leichtenstein über Christen und Nicolas Hasler. Haslers Flanke kommt zu Thomas Beck, der direkt abzieht, das Tor aber recht klar verfehlt.
  • 24'  (0:0)
    Eine zweite Chance für Liechtenstein. Polverino passt auf Erne, welcher sich mit einem guten Haken in Schussposition bringt. Der Torwart der Slowaken klärt zur ersten Ecke. Diese bringt beinahe die Führung für Liechtenstein, doch wieder ist es Torwart Kukiak, der den starken Schuss von Polverino abwehren kann.
  • 29' Michele Polverino (0:0)
  • 30'  (0:0)
    Nach einer halben Stunde Spielzeit ist es den Liechtensteinern gelungen, sich etwas vom Druck der Slowaken zu befreien und zweimal gefährliche vors gegnerische Tor zu kommen. Die Spielanteile liegten aktuell mit 58 % gegenüber 42 % immer noch klar bei den Slowaken
  • 36' Marek Sapara (1:0)
    Marek Sapara bringt die Slowakei auf Pass von Weiss im Nachschuss in Führung.
  • 38' Franz Burgmeier (1:0)
  • 40'  (1:0)
    Glück für Liechtenstein. Hamsik setzt einen Kopfball aus kurzer Distanz an die Latte.
  • 45'  (1:0)
    Entlastungsangriff für Liechtenstein, der mit einem Flachschuss von Beck neben das Tor abgeschlossen wird.
  • 45' (+2)Radoslav Zabavnik (1:0)
  • 46'  (1:0)
    Beide Teams kommen unverändert aus der Halbzeitpause.
  • 49' Mathias Christen (1:0)
  • 51'  (1:0)
    Torschuss von Hamsik, der von Jehle pariert und von Oehri befreit wird.
  • 55'  (1:0)
    Gute Chance für die Slowaken eine Flanke auf den entfernten Pfosten nimmt Weiss aus spitzem Winkel direkt ab, doch Jehle macht das kurze Eck zu.
  • 60' Vladimir Weiss (1:0)
  • 60' Martin Jakubko kommt für Marek Bakos (1:0)
  • 63' Michal Breznanik kommt für Vladimir Weiss (1:0)
  • 70' Fabian Eberle kommt für Thomas Beck (1:0)
  • 71' David Hasler (1:0)
  • 75'  (1:0)
    Eine Viertelstunde vor Schluss bestimmen die Slowaken weiterhin das Spiel bei gleichbleibend 58 % Ballbesitz. Liechtenstein kommt zu gelegentlichen Entlastungsangriffen, die allerdings zu wenig konsequent geführt werden können.
  • 77'  (1:0)
    Kopfballchance für Mathias Christen nach einem Eckball von Polverino. Der Ball geht neben das Tor.
  • 79' Martin Jakubko (2:0)
    Nach einem Fehlpass im Mittelfeld kommt Stoch in den Strafraum und schiesst auf das Tor. Der Ball wir von Jehle vor die Füss von Jakubko gelenkt, der nur noch einzuschieben braucht.
  • 82' Juraj Kucka kommt für Marek Hamsik (2:0)
  • 84' Vinzenz Flatz kommt für Mathias Christen (2:0)
  • 92'  (2:0)
    In der Nachspielzeit noch eine Chance für die Slowaken durch Jakupko, der herrlich freigespielt wird, seinen Flachschuss jedoch knapp neben den weiten Pfosten setzt.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Liechtenstein rehabilitiert sich

Liechtenstein kassierte auch in Bratislava gegen die Slowakei im Rahmen derWM-Ausscheidung eine Niederlage. Doch das 2:0 (1:0) gegenüber dem Bosnien- Spiel muss als klare Steigerung betrachtet werden.

Sapara (36.) und Jakubko (78.) erzielten die Tore für den Gastgeber, der über das gesamte Spiel den grösseren Aufwand betrieb und sich den Sieg verdiente.
In den bisherigen sieben Vergleichen mit der Slowakei hat Liechtenstein noch nie einTor erzielt, und dieser Negativtrend hielt gestern an. Zwar kam Liechtenstein zu Torchancen, doch fehlte die Clevereness, eine der Möglichkeiten in einTor umzumünzen.

Unnötiger Rückstand
Unnötigerweise lag Liechtenstein zur Halbzeit zurück. Einen lang gezogenen Hamsik-Pass unterschätzte Burgmeier, Weiss lief auf die Grundlinie und passte auf Sapara zurück, der scheiterte an Jehle, doch den Abpraller drückte er über die Torlinie (1:0). Kurz darauf hatten die Liechtensteiner Glück, als Hamsik einen Kopfball an das Lattenkreuz setzte (40.).

Liechtenstein lieferte eine wesentlich engagiertere Leistung in der ersten Halbzeit ab als noch gegen Bosnien. Lediglich in den Startminuten kamen die Slowaken mit viel Power nach vorne. Die Absicht lag auf der Hand, der Gastgeber suchte ein schnelles Tor, doch Jehle fischte einen Sapara-Freistoss (1.), klärte nach Stocklasa«Stockfehler» glänzend gegen Bakos (7.) und hielt einen Stock-Aufsetzer (22.). Als Bakos vor Jehle auftauchte und diesen überhob, geriet der slowakischeAngreifer ins Straucheln; Kaufmann klärte (11.). Die Slowaken agierten oft auch mit hohen Bällen ins Abwehrzentrum der Liechtensteiner, doch vor allem Jehle fischte etliche Flankenbälle, strahlte Sicherheit aus und präsentierte sich hellwach. Auch ihrenWeitschüssen fehlte die Präzision: Guldan verfehlte klar (12.).

Nach dem Furioso der Slowaken folgte eine starke Liechtensteiner Phase, die sich von Minute zu Minute immer besser lösen konnten. Zuerst jagte Beck einenVolley über die Querlatte (19.). Schliesslich gerietTorhüter Kuciak ins Zentrum des Geschehens. Erne schlenzte von der Strafraumgrenze zu zentral, Kuciak lenkte zur Ecke (24.) und bei einem Polverino-Volleyschuss musste er sich mächtig strecken, um den Ball aus dem Eck zu boxen (25.). Den letzten Abschluss verzeichnete Beck, doch sein Schuss zischte am nahen Eck in Behind (46.+).

Slowakei blieb am Drücker
Wenig Strafraumszenen prägten das Geschehen nach dem Tee. Ein fataler Oehri-Fehlpass leitete das 2:0 ein. Jakubko leitete den Ball aufWeiss weiter, der zog auf Jehle und zog ab, der Ball wäre ins lange Eck gekullert, doch Jakubko drückte die Kugel über die Linie. Sekunden zuvor hätte Christen bei der einzigen Chance im zweitenAbschnitt mit dem Kopf reüssieren müssen, doch er traf den Polverino- Kopfball ungenügend (78.).

Nach demTee suchten die Slowaken das zweite Tor, hielten den Druck hoch, sodass die Liechtensteiner stark in die eigene Defensive gedrängt wurden. Jehle stand mehrmals im Mittelpunkt: Einen Stoch-Knaller entschärfte er (51.) und einen Hamsik-Halbvolley beunruhigte ihn nicht (55.). Erst in der Nachspielzeit verpasste Jakubko einen weiteren Hochkaräter; er setzte den Ball neben das Tor (92.).

«Glück, dass wir nicht Rot sahen»
Liechtenstein behielt die defensive Ordnung über die gesamte Spielzeit, da sich immer wieder leichtsinnige Zuspielfehler einschlichen, konnte nach vorne nicht genügend Druck aufgebautwerden. Letztlichwaren es individuelle Fehler, die von den Slowaken eiskalt ausgenutzt wurden. Unnötigerweise stiegen die Slowaken teilweise überhart ein. «Beim Foul von Jakubko hatten wir Glück, denn unser Spieler hätte da Rot sehen können», befand einer der zwei slowakischen Nationaltrainer, Jaroslav Griga, selbstkritisch.