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LVA
2 : 0
LIE
 29' Vladimirs Kamešs 1:0
 77' Edgars Gauračs 2:0
-
WM Qualifikation 2014 - Gruppe G
16.10.2012 20:00 Uhr
Spielort
Skonto Stadium, Riga
- Zuschauer
Schiedsrichter X4X
Istvan Kovacs (ROU)
Schiedsrichter-Assistenten
Zoltan Szekeley (ROU)
Miklos Nagy (ROU)

Startaufstellung

Andris VANINS
Olegs LAIZANS   ab 65' Edgars GAURAČS
Deniss IVANOVS

Vladimirs KAMEŠS   ab 74' Aleksejs VISNAKOVS
Alexandrs CAUNA
Māris VERPAKOVSKIS   ab 85' Artūrs ZJUZINS
Kaspars GORKSS
Ritvars RUGINS

Artjoms RUDNEVS
Aleksandrs FERTOVS
Nauris BULVĪTIS
Cengiz BICER
Yves OEHRI
Daniel KAUFMANN

Ivan QUINTANS
Martin STOCKLASA

Franz BURGMEIER
Philippe ERNE   ab 80' Niklas KIEBER
Nicolas HASLER   ab 85' Lucas EBERLE
Mathias CHRISTEN
Sandro WIESER

Michele POLVERINO

Ersatzspieler

Igors SAVČENKOVS
Aleksejs VISNAKOVS
Ivans LUKJANOVS
Pāvels DOROŠEVS
Artūrs ZJUZINS
Edgars GAURAČS
Vitālijs SMIRNOVS
Artis LAZDINŠ
Germans MALINŠ
Vitalis MAKSIMENKO
Benjamin BÜCHEL
Lucas EBERLE
Vinzenz FLATZ
Niklas KIEBER
Philipp OSPELT

Trainer

Aleksandrs Starkovs
Bidu Zaugg
  • 0'  (0:0)
  • 1'  (0:0)
    Lettland hat Anspiel im nicht ganz gefüllten Skonto Stadion von Riga. Das Spiel läuft.
  • 2'  (0:0)
    Liechtenstein beginnt selbstbewusst mit einem ersten Angriff über Hasler, der mit einem Flachschuss aus 20 Metern das Ziel aber verfehlt.
  • 4'  (0:0)
    Und gleich ein zweiter Angriff über Polverino, dessen Schuss in den Händen von Vanins landet.
  • 7'  (0:0)
    Erster Abschluss der Letten durch HSV-Stürmer Rudnevs. Sein Schuss landet weit über dem Tor.
  • 10'  (0:0)
    Zehn Minuten gespielt. Liechtenstein spielt mutig und stört die Letten früh.
  • 10'  (0:0)
    Freistoss Sandro Wieser aus rund 25 Metern.
  • 18'  (0:0)
    Heikle Situation für Liechtenstein nach einem Freistoss von rechts, doch Bicer wird bei seiner guten Abwehraktion gefoult.
  • 21' Ritvars Rugins (0:0)
  • 23'  (0:0)
    Missglückte Direktabnahme von Hasler nach guter Vorarbeit von Christen. Der Ball trudelt weit am Tor vorbei.
  • 26'  (0:0)
    Guter Angriff der Liechtensteiner. Über mehrere Stationen kommt der Ball zu Poverino, der sich lösen kann und mit einem Schuss Vanins prüft.
  • 29' Vladimirs Kamešs (1:0)
    Tor für Lettland. Nach einer hohen Flanke geht Kaufmann zu Boden und bleibt liegen. Der Pfiff des Schiedsrichters bleibt aus, Liechtensteinern gelingt es nicht, den Ball aus dem Sechzehner zu bringen und Kamess trifft zum 1:0
  • 30'  (1:0)
    Nach 30 Minuten ist Liechtenstein klar die bessere Mannschaft, liegt aber dennoch durch die bisher einzige gefährliche Aktion der Letten zurück.
  • 36'  (1:0)
    Wieder eine gute Aktion der Liechtensteiner. Burgmeier stösst über links vor, spielt quer zu Polverino, der das Ziel nur knapp mit einem satten Schuss verfehlt.
  • 38'  (1:0)
    Distanzschuss von Burgmeier über das Tor.
  • 39'  (1:0)
    Für einmal Glück für Liechtenstein, nach einem Querpass von Kamess verpassen gleich zwei Letten in der Mitte.
  • 40'  (1:0)
    Und gleich noch eine brenzlige Situation, die Bicer mit einer guten Parade bereinigt.
  • 42'  (1:0)
    Lettland übernimmt jetzt das Spieldiktakt und Bicer klärt eine weitere gefährliche Aktion der Letten.
  • 45'  (1:0)
    Langer Ball von Stocklasa auf Christen, der gerade noch am Abschluss gehindert werden kann.
  • 45'  (1:0)
    Halbzeit in Riga. Liechtenstein hat eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, früh gestört, mehrfach den Abschluss gesucht und ist mit einem ärgerlichen Tor böse bestraft worden.
  • 46'  (1:0)
    Es geht weiter. Beide Teams kommen unverändert aus der Pause.
  • 47'  (1:0)
    Liechtenstein beginnt gleich wie in Halbzeit eins mit frühem stören und kommt durch Wieser gleich zu einem ersten Abschluss, der jedoch über das Tor geht.
  • 54' Deniss Ivanovs (1:0)
  • 56'  (1:0)
    Eckball-Doublette für Liechtenstein durch Burgmeier. Beim zweiten Mal kann Vanins den Ball schliesslich für die Letten klären.
  • 58' Daniel Kaufmann (1:0)
  • 60' Daniel Kaufmann (1:0)
    Kaufmann holt Verpacovscis von den Beinen und sihet dafür die zweite gelbe. Liechtenstein nur noch zu zehnt.
  • 65' Edgars Gauračs kommt für Olegs Laizans (1:0)
  • 67' Sandro Wieser (1:0)
  • 70'  (1:0)
    Hinterhaltschuss von Burgmeier, der zur Ecke geklärt wird. Im Anschluss an die Ecke kommt Burgmeier nochmals zum Schuss, verzieht ihn jedoch über das Tor.
  • 74' Aleksejs Visnakovs kommt für Vladimirs Kamešs (1:0)
  • 76'  (1:0)
    Kopfball von Rudnevs knapp am Tor vorbei.
  • 77' Edgars Gauračs (2:0)
    Nach einem Fehlpass im Mittelfled kann Gauracs allein auf Bicer losziehen und bezwingt ihn mit einem Flachschuss ins Eck.
  • 80' Niklas Kieber kommt für Philippe Erne (2:0)
  • 81'  (2:0)
    Brenzlige Situation für Liechtenstein als ein Lette aus 16 Metern frei zum Schuss kommt, jedoch über das Tor schiesst.
  • 82'  (2:0)
    Die Liechtensteiner kämpfen nach wie vor verbissen um jeden Ball.
  • 85' Artūrs Zjuzins kommt für Māris Verpakovskis (2:0)
  • 85' Lucas Eberle kommt für Nicolas Hasler (2:0)
  • 87' Martin Stocklasa (2:0)
  • 89'  (2:0)
    Nochmals eine gute Aktion der Liechtensteiner. Kieber legt für Polverino auf, der Vanins mit einem Flachschuss in Verlegenheit bringt.
  • 90'  (2:0)
    Schlusspfiff in Riga. Liechtenstein hat alles gegeben und unglücklich verloren.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Lettland lässt nichts anbrennen

Im vierten WM-Qualifikationsspiel setzte es für Liechtenstein die vierte Niederlage ab. Im Duell der punktelosen Teams besiegte Lettland Liechtenstein mit 2:0 (1:0)-Toren. Die Gäste spielten in den letzten 30 Minuten in Unterzahl (Kaufmann sah Rot).

Die Tore in einem engagierten, intensiven Spiel erzielten Kamess (29.) und Gauracs (77.).

Liechtenstein besass über die gesamte Spieldauer viel Ballbesitz, doch fehlte im Angriff die entscheidende Durchschlagskraft. Den Schüssen aus der Distanz fehlte die Präzision oder die Entschlossenheit. «Wir wiesen die Spieler an, Verantwortung zu übernehmen und aus der Distanz abzuziehen. Leider kamen die Schüsse nicht optimal», befand auch Nationaltrainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg, der von einer guten bis sehr guten Leistung seines Teams punkto Engagement und fussballerische Vorstellung sprach.

Vor allem Polverino und Wieser erarbeiteten sich im zentralen Mittelfeld viele Vorteile. Sie hielten die zwei Letten, Laizans und Fertovs, in Schach. Doch Lettland agierte teilweise mit drei Spitzen, stieg teilweise überhart in die Luftduelle, die der Ref teilweise nicht ahndete.

Torhüterfehler leitet 1:0 ein
Aus heiterem Himmel ging Lettland in Front. Torhüter Bicer – von Rudnevs stark behindert (Foul) – konnte einen Kamess-Flankenball nicht aus der Gefahrenzone boxen, Verpakovskis flankte ins Zentrum, wo Kamess den Ball kontrollierte, Bicer umdribbelte und einschoss (1:0). Zuvor hatten die Letten nur einen Torabschluss, doch Rudnevs hatte weit übers Tor gezielt (7.).

Lettland war sehr offensiv ausgerichtet und startete mit dem Dreimannsturm Rudnevs, Cauna und Verpakovskis. Da Liechtenstein relativ hoch attackierte, tat sich der Gastgeber schwer, um in die Gänge zu kommen und spielerische Akzente zu setzen. Stattdessen eroberten die Liechtensteiner immer wieder den Ball, doch fehlte erneut die Entschlossenheit im Abschluss, sobald sich ein Spieler dem Strafraum näherte. Entweder fehlte die Präzision oder die Wucht in den Schüssen. Nicolas Hasler zog seinen Schuss weit daneben (2.); sein zweiter Versuch verunglückte völlig (23.). Polverino zog mehrmals aus der Distanz ab, doch seinen Schüssen fehlte die Präzision (4./26./35.). Auch Burgmeier stand seinen Nebenleuten in nichts nach und riss beide Schüsse aus der Distanz deutlich ab (17./38.).

Letztlich mussten die Gäste froh sein, dass die Letten kurz vor der Pause nicht nachlegten, denn Verpakovskis vergab das 2:0, als er einen Querpass neben das Tor setzte (39.). Nach einem Stocklasa-Patzer konnte sich der Captain bei Torhüter Bicer bedanken, der den Rudnevs-Schlenzer von der Strafraumgrenze bändigte (40.). Bicer konnte sich zwei weitere Male auszeichnen. Als der agile Kamess, der Quintans mehrmals vor Probleme stellte, abzog, war Bicer parat (40.). Beim zweiten Abschluss brachte er das Leder zwar nicht unter Kontrolle, doch den Verpakovskis-Nachschuss klärte Bicer (42.).

Kaufmann flog vom Platz
Ein fataler Burgmeier-Fehlpass leitete die Niederlage endgültig ein: Der Pass in die Tiefe erlief sich Gauracs, der mit einem Flachschuss aus 13 Metern Torhüter Bicer bezwang (2:0).

Das Unheil hatte sich vorher abgezeichnet, denn innert 110 Sekunden kassierte Kaufmann zwei Verwarnungen (58./60.) und flog vom Platz. In der Folge wurde die Aufgabe noch schwieriger, zumal Burgmeier, der mutiger in die zweite Halbzeit gestartet war, auf die linke Abwehrseite rücken musste; Quintans übernahm den Part als Innenverteidiger. Kaufmann – in Halbzeit eins sehr stark unterwegs – hatte Glück, als ein Querschläger ohne Folgen blieb (49.). Liechtenstein kam mutig aus der Kabine, schien sich mehr zuzutrauen, doch bis auf einen Wieser-Freistoss, der zu hoch angesetzt war (47.) und einen Erne-Ablenker nach Burgmeier-Eckball, den Torhüter Vanins erst im Nachfassen bändigte (56.), blieb einiges Stückwerk. Liechtenstein steckte den Platzverweis gut weg, blieb dem Motto treu, den Vorwärtsgang beizubehalten.

Burgmeiers Volley aus 22 Metern, den Kamess in extremis klärte (70.), sowie ein Polverino-Hinterhaltschuss, den Torhüter Vanins erst im Nachfassen bändigte (90.), waren die besten Chancen, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Es war ein Hin und Her, denn beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive. Auch Torhüter Bicer blieb nicht untätig. Er hatte Glück, als er gegen Rudnevs ins Dribbling ging und mit einem Tackling den Ball zurückeroberte (54.). In der Folge bändigte er einen Gauracs-Schlenzer nach Quintans-Patzer (71.) und lenkte einen VisnakovsSchuss, der immer länger wurde, zur Ecke (84.). Rudnevs köpfelte daneben (76.) und ein Gauracs-Freistoss landete zudem am Pfosten (87.).

Liechtenstein betrieb viel läuferischen Aufwand, doch die offensiven Schwächen – seit den September-Länderspielen im «Vaterland» thematisiert – bleiben bestehen.