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LIE
1 : 1
SVK
 13' Martin Büchel 1:0
 73' Jan Durica (Kopfball) 1:1
WM Qualifikation 2014 - Gruppe G
07.06.2013 20:00 Uhr
Spielort
Rheinpark Stadion, Vaduz
1623 Zuschauer
Schiedsrichter
Martin Strömbergsson (SWE)
Schiedsrichter-Assistenten
Henrik Andren (SWE)
Daniel Gustavsson (SWE)

Startaufstellung

Peter JEHLE
Yves OEHRI
Daniel KAUFMANN
Ivan QUINTANS
David HASLER
Mario FRICK   ab 24' Franz-Josef VOGT
Martin BÜCHEL
Andreas CHRISTEN

Nicolas HASLER
Mathias CHRISTEN   ab 90' Thomas BECK
Sandro WIESER   ab 90' Robin GUBSER
Dusan KUCIAK
Tomas HUBOCAN   ab 46' Lukas PAUSCHEK

Marian CISOVSKY
Jan DURICA
Dusan SVENTO
Richard LASIK   ab 24' Tomas DUBEK
Marek SAPARA
Robert MAK
Marek HAMSIK
Miroslav STOCH
Filip HOLOSKO   ab 70' Marek BAKOS

Ersatzspieler

Cengiz BICER
Mario TICHY
Lucas EBERLE
Robin GUBSER
Thomas BECK
Franz-Josef VOGT
Olcay GÜR
Seyhan YILDIZ
Burak ERIS
Dusan PERNIS
Matus PUTNOCKY
Lukas PAUSCHEK

Marek CECH
Lubomir GULDAN
Viktor PECOVSKY
Tomas DUBEK
Michal DURIS
Marek BAKOS

Trainer

Rene Pauritsch
Stanislav Griga
  • 0'  (0:0)
  • 1'  (0:0)
    Das Spiel Liechtenstein - Slowakei beginnt.
  • 8'  (0:0)
    Liechtenstein kommt gut in Spiel und kann einen ersten Abschluss durch einen Flachschuss von Nicolas Hasler auf Vorlage von David Hasler verbuchen.
  • 12'  (0:0)
    Erstmals wird es auch brenzlig vor dem Tor von Peter Jehle. Eine Flanke von rechts verlängert Mario Frick mit dem Kopf direkt zu einem slowakischen Angreifer, der jedoch zu überrascht ist und den Ball nicht kontrollieren kann.
  • 13' Martin Büchel (1:0)
    1:0 für Liechtenstein. Martin Büchel verlädt auf Pass von Andreas Christen einen Verteidiger und trifft zur Führung.
  • 16' Andreas Christen (1:0)
  • 19'  (1:0)
    Super Parade von Peter Jehle nach einem Schuss von Hamsik.
  • 22'  (1:0)
    Mario Frick bleibt nach einer Abwehraktion ohne Einwirkung des Gegners verletzt am Boden liegen. Das Spiel geht wohl nicht weiter für ihn.
  • 24' Tomas Dubek kommt für Richard Lasik (1:0)
  • 24' Franz-Josef Vogt kommt für Mario Frick (1:0)
    Quintans rückt nach dem Ausfall von Mario Frick in die Innenverteidigung. Franz-Josef Vogt übernimmt seine Position als Aussenverteidiger.
  • 33'  (1:0)
    Eine weitere gute Aktion der Liechtensteiner. David Hasler schliesst einen Konter mit einem satten Schuss aus rund 16 Metern ab. Der Ball geht scharf am linken Pfosten vorbei.
  • 38'  (1:0)
    Nicolas Hasler und Mathias Christen setzen sich gemeinsam an der Linie durch. Der Abschluss von Christen ist schlussendlich aber leichte Beute für Kuciak.
  • 44'  (1:0)
    Und kurz vor der Pause noch eine tolle Aktion der Liechtensteiner. Sandro Wieser hämmert den Ball aufs Tor, wo Kuciak abprallen lässt und Mathias Christen beinahe zur Stelle gewesen wäre. Auch die nachfolgende Ecke bringt wieder Gefahr für das Tor der Slowaken, die mit einer handsverdächtigen Abwehraktion bereinigt wird.
  • 46' Lukas Pauschek kommt für Tomas Hubocan (1:0)
  • 51'  (1:0)
    Einen Freistoss von Stoch aus rund 25 Metern klärt Jehle mit den Fäusten.
  • 60'  (1:0)
    Eine Stunde gespielt. Liechtenstein hält nach wie vor das 1:0, obschon die Slowaken in der zweiten Halbzeit etwas mehr Druck entwickeln können.
  • 63'  (1:0)
    Brenzlige Situation für die Liechtensteiner, als Oehri in extremis vor Dubek klären kann.
  • 70' Marek Bakos kommt für Filip Holosko (1:0)
  • 73' Jan Durica (1:1)
    Im Anschluss an einen kurz getretenen Eckball kommt der Ball zu Durica, der aus kurzer Distanz mit dem Kopf zum Ausgleich trifft.
  • 79'  (1:1)
    Riesen Chance für die Slowakei durch Miroslav Stoch. Der Ball geht jedoch aus rund 16 Metern am Tor vorbei.
  • 82' Lukas Pauschek (1:1)
  • 89'  (1:1)
    Glanztat von Peter Jehle. Mit einem tollen Reflex rettet er nach einem Kopfball aus kurzer Disanz. Und kurz darauf verzieht Robert Mak. Glück für Liechtenstein.
  • 90' Thomas Beck kommt für Mathias Christen (1:1)
  • 90' (+2)Robin Gubser kommt für Sandro Wieser (1:1)

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Wenig hat zum Sieg gefehlt

Liechtensteins Fussballnationalmannschaft holt in der WM-Ausscheidung seinen zweiten Punkt. Gegen die Slowakei resultierte ein 1:1 (1:0)-Remis. Dank der Leistung in der ersten Halbzeit wäre sogar mehr möglich gewesen.

Martin Büchel (13.) und Djurica erzielten dieTore (73.). Liechtenstein begann furios, stellte die Slowakei vor allem im ersten Abschnitt vor schier unlösbare Probleme. Die Ausbeute mit nur einem Tor bis zum Halbzeitpfiff war mässig. In der zweiten Halbzeit setzten die Slowaken mehr Druck auf, drängten Liechtenstein in ihre Platzhälfte zurück, sodass das Remis letztlich in Ordnung geht. Beeindruckend war die Leidenschaft, der Mut und der Wille, den die Liechtensteiner über 96 Minuten zeigten.

Ein erfrischender Start
Eine kleine Überraschung schon vor dem Anpfiff, denn der neue slowakische Hoffnungsträger, der vor zwei Monaten eingebürgerte Argentinier, David Depetri (23), musste forfait erklären; eine alte Verletzung sei wieder aufgebrochen. Schliesslich fand Liechtenstein hervorragend ins Spiel, hielt den Ball in den eigenen Reihen und agierte mutig. Mit diesem Verhalten sind die Gäste komplett überrascht worden. Liechtenstein wirkte entschlossen und selbstbewusst, ging vorbildlich bissig in die Zweikämpfe, doch der schwedische Ref ahndete etliche Foulvergehen der Slowaken nicht.

Büchel erlöste die Fans
Trotzdem ging Liechtenstein in Führung. Andreas Christen passte halbhoch zur Mitte, der Ball landete leicht abgefälscht bei Büchel, der düpierte einen Slowaken und traf mittels Flachschuss ins linke, untere Eck (1:0). Die Führung kam nicht überraschend, denn zuvor hatte Nicolas Hasler den Gästekeeper geprüft (8.) und Wieser zog einen Freistoss aus 40 Metern Richtung Tor, doch ein Slowake blockte den Ball (4.).

Glück hatte Liechtenstein, als ein abgelenkter Ball bei Holosko sieben Meter vor dem Tor landete, doch vom Schienbein ging das Leder auf Jehle (11.). Schliesslich gab es Höchstarbeit für Nationaltrainer Pauritsch, denn nach einem Laufduell behalf sich Holosko gegen Captain Frick mit den Armen und bei dieser Intervention verletzte sich der FL-Captain (24.) und musste durch Vogt ersetzt werden. «Es war ein kurzer Schock, doch ich wusste, dass jene Spieler, die von draussen rein kommen, parat sind. Das zeigten die Einwechselspieler schon gegen Polen», freute sich Nationaltrainer Rene Pauritsch. Doch das Team, das zuvor etwas vom Anfangsschwung verloren hatte, blieb ruhig und war bedacht, den Ballbesitz hoch zu halten. Holosko verpasste die einzige weitere Gästechance; er köpfelte übers Tor (25.), die besseren Möglichkeiten besass Liechtenstein. David Hasler jagte seine Knaller von der Strafraumgrenze neben das Tor (33.) und suchte kurz darauf den Pass auf Mathias Christen, statt aus 16 Metern abzuziehen (34.). Einen Mathias-Christen-Aufsetzer konnte Kuciak erst im Nachfassen bändigen (38.). Die letzte Duftnote setzte Wieser: Seinen Flachschuss liess Kuciak fallen, den Abstauber von Mathias Christen klärte der Gästekeeper zur Ecke (44.).

Slowaken erhöhten den Druck
In der zweiten Halbzeit spielte sich das Geschehen vornehmlich vor Torhüter Jehle ab. Liechtenstein konnte das Spiel nicht mehr im gleichen Masse aufbauen, weil die Slowaken nun mehr störten. Das slowakische Trainerduo Griga/Hipp hatte von einem Dreimann- auf einen Zweimann-Sturm umgestellt und dadurch im Mittelfeld mehr Anspielstationen. Das wirkte sich im Ballbesitz aus, doch Liechtenstein eroberte immer wieder den Ball, doch die Konter konnten nicht gut zu Ende gespielt werden. Wieser schoss weit übersTor (51.) und David Hasler konnte in extremis von Djurica gestoppt werden (69.). Eine Minute später war es Djurica, der mittels Kopf den 1:1-Ausgleich köpfelte: Stoch führte den achten Eckball kurz aus, Sapara hob den Ball aus 30 Metern von halbrechts sieben Meter vors Tor, wo Djurica und zwei weitere Slowaken völlig frei standen.

Das Remis ging aufgrund der klaren Vorteile der Slowaken in der Zwischenzeit in Ordnung. Dubek verpasste einen «Stangerl-Pass» um einen halben Schritt (52.), Stoch verzog seinen Hinterhaltschuss (56.) und Oehri klärte aufmerksam gegen den einschussbereiten Dubek (63.). Noch zweimal mussten die heimischen Fans tief durchatmen, als Stoch aus 17 Metern den Ball haarscharf ins lange Eck zirkelte, doch das Leder verfehlte den Kasten (79.) und als Cisovsky am hinteren Fünfereck zum Kopfball kam, klärte Jehle in extremis (89.).

Für die Slowaken bedeutet dieser Umfaller das Out in der WM-Ausscheidung. Die Chancen auf die Playoffs sind wohl nur noch theoretischer Natur. Liechtenstein hat den zweiten Punkt im Trockenen und bewiesen, dass doch noch Potenzial vorhanden ist.