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LTU
2 : 0
LIE
 18' Deivydas Matulevicius 1:0
 40' Tadas Kijanskas 2:0
-
WM Qualifikation 2014 - Gruppe G
10.09.2013 17:30 Uhr
Spielort
ARVI Futbolo Arena Stadium, Marijampole
- Zuschauer
Schiedsrichter
Lasha Silagava (GEO)
Schiedsrichter-Assistenten
Zaza Pipia (GEO)
Besik Chichinadze (GEO)

Startaufstellung

Zydrunas KARCEMARSKAS
Gediminas VICIUS

Vytautas ANDRIUSKEVICIUS

Tadas KIJANSKAS
Tomas MIKUCKIS
Deividas CESNAUSKIS
Edgaras CESNAUSKIS
   ab 79' Darvydas ŠERNAS
Deivydas MATULEVICIUS   ab 90' Gratas SIRGEDAS
Saulius MIKOLIUNAS
Kestutis IVASKEVICIUS
Mindaugas KALONAS   ab 72' Mantas KUKLYS
Peter JEHLE
Franz BURGMEIER

Daniel KAUFMANN
Yves OEHRI

Ivan QUINTANS
Martin STOCKLASA
Andreas CHRISTEN
Robin GUBSER
   ab 75' Philippe ERNE
Michele POLVERINO
Sandro WIESER

Mathias CHRISTEN

Ersatzspieler

Emilijus ZUBAS
Mantas KUKLYS
Darvydas ŠERNAS
Evaldas RAZULIS
Arunas KLIMAVICIUS
Valdemar BOROVSKIJ
Tadas ELIOSIUS
Fedor CERNYCH
Marius STANKEVICIUS
Paulius GRYBAUSKAS
Gratas SIRGEDAS
Lukas SPALVIS
Cengiz BICER
Olcay GÜR
Seyhan YILDIZ
Burak ERIS
Sandro WOLFINGER
Franz-Josef VOGT
Philippe ERNE

Trainer

Csaba Laszlo
Rene Pauritsch
  • 1'  (0:0)
    Anpfiff in Marijampole. Liechtenstein spielt mit Daniel Kaufmann, Andreas Christen und Robin Gubser für die gesperrten David und Nicolas Hasler sowie den verletzten Kapitän Mario Frick. Für Robin Gubser ist es die Premiere in der Startelf.
  • 10'  (0:0)
    Zerfahrener Beginn der Liechtensteiner, die nach rund zehn Minuten versuchen, allmählich Linie in ihr Spiel zu bekommen.
  • 13'  (0:0)
    Nach einem Fehlpass von Wieser im Mittelfeld eröffnet sich für Litauen die erste Torchance des Spiels. Dank einer guten Parade von Peter Jehle bleibt die Aktion der Litauer jedoch ohne Folgen.
  • 18' Deivydas Matulevicius (1:0)
    Michele Polverino rutscht auf den nassen Rasen aus und verliert den Ball an Matulevicius. Dieser kann alleine auf Jehle losziehen und schiebt zum 1:0 ein.
  • 24'  (1:0)
    Kopfball von Torschütze Matulevicius knapp über das Tor.
  • 36' Vytautas Andriuskevicius (1:0)
  • 38' Robin Gubser (1:0)
  • 40' Tadas Kijanskas (2:0)
    Eine kurz ausgeführte Ecke der Litauer wird in den Strafraum geflankt, wo Kijanskas mit dem Kopf zum 2:0 trifft.
  • 42' Franz Burgmeier (2:0)
  • 45'  (2:0)
    Halbzeit in Litauen. Liechtenstein tut sich extrem schwer, hat kaum Ballbesitz und ist gegen aufsässige Litauer immer zu spät.
  • 46'  (2:0)
    Die zweite Halbzeit läuft, beide Teams beginnen unverändert.
  • 50' Gediminas Vicius (2:0)
  • 51'  (2:0)
    Erster Eckball für Liechtenstein, der allerdings keine Gefahr für das Tor der Litauer bringt.
  • 59'  (2:0)
    Doppelte Torchance für Liechtenstein beide Male durch Mathias Christen. Zunächst verzieht er einen Schuss über das Tor, nur wenig später kann er ideal freigespielt alleine auf das Tor der Litauer ziehen, sieht seinen Schuss aber vom Torhüter abgewehrt.
  • 62' Sandro Wieser (2:0)
  • 67'  (2:0)
    Peter Jehle wehrt einen Kopfball ab.
  • 69' Edgaras Cesnauskis (2:0)
  • 72' Mantas Kuklys kommt für Mindaugas Kalonas (2:0)
  • 75' Philippe Erne kommt für Robin Gubser (2:0)
  • 77'  (2:0)
    Ein Freistoss von Sandro Wieser wird von einem litauischen Verteidiger verlängert und geht nur knapp am Tor von Karcemarskas vorbei.
  • 79' Darvydas Šernas kommt für Edgaras Cesnauskis (2:0)
  • 80' Yves Oehri (2:0)
  • 85'  (2:0)
    Peter Jehle entschärft einen Schuss von Matulevicius aus kurzer Distanz.
  • 90'  (2:0)
    Drei Minten werden nachgespielt.
  • 90' (+2)Gratas Sirgedas kommt für Deivydas Matulevicius (2:0)
  • 90' (+3) (2:0)
    Spielende in Marijampole.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Liechtenstein schlägt sich selbst

Nichts wurde es mit Punktezuwachs in der WM-Qualifikation gegen Litauen. Liechtenstein verlor mit 2:0 (2:0)-Toren und schlug sich praktisch selbst, denn denToren gingen individuelle Eigenfehler voraus.

Matulevicius (18.) und Kijanskas (40.) nutzten die Aussetzer der unkonzentrierten Liechtensteiner und verpassten daneben noch einige Hochkaräter, obwohl sich Litauen im Spielaufbau schwertat, klare Chancen zu kreieren. Unter dem Strich ein verdienter Sieg, da Litauen die erste Halbzeit deutlich dominiert hatte. Liechtenstein gefiel erst im zweiten Abschnitt, als das Team mit situativem Pressing agierte und die Zweikämpfe resoluter annahm. Zuvor fehlte die Robustheit in den Zweikämpfen; diese Härte brachten die Litauer von der ersten Minute an zutage.

Falsches Schuhwerk
Gegenüber dem Griechenland-Spiel war die Eigenfehler-Quote wieder höher. Aufgrund des leichten Regens war das Terrain glitschig. Fatalerweise hatten einzelne Liechtensteiner damit Probleme, denn immer wieder rutschte ein Akteur aus (Polverino, Andreas Christen, Wieser). Diese These bestätige Nationaltrainer Rene Pauritsch an der Pressekonferenz: «Der Boden war problematisch, die Oberfläche war hart, aber nass. Zwei, drei Spieler hatten wohl das falsche Schuhwerk getragen. Fünf Spieler haben ihre Schuhe in der Halbzeit gewechselt!»

Kapitaler Patzer führt zum 1:0
Ein kapitaler Patzer trug Litauen den Führungstreffer ein: Polverino wurde 35 Meter vor dem eigenen Strafraum angespielt und rutschte im dümmsten Moment aus. Matulevicius schnappte sich den Ball, lief auf Jehle zu und schob sicher ein (1:0). Ebenfalls ein Eigenfehler ging dem 2:0 voraus. Oehri befreite mit dem Kopf ungenügend, der anschliessende Eckball führte Litauen kurz aus, den Edgaras-Cesnauskis- Flankenball köpfelte Kijanskas aus drei Metern insTor (2:0); Jehle hätte zumindest auf den Ball kommen müssen.

Vorsichtig war Liechtenstein zuvor in die Partie gestartet. Ein vermeintlicher Schuss landete als Pass bei Kalonas, der 15 Meter vor dem Tor freistehend zum Abschluss kam, doch der zielte zu hoch (2.). In der Folge wickelte sich das Geschehen vornehmlich in der Platzhälfte Liechtensteins ab. Die Entlastungen der Gäste blieben spärlich, weil sich immer wieder Abspielfehler einschlichen und zu viel retour über Jehle gespielt werden musste, weil sich in den Aussenbahnen niemand entscheidend durchsetzte. Torhüter Jehle hielt sein Team schon früh im Spiel, als er einen Wieser-Fehlpass gegen Matulevicius grossartig ausbügelte (13.). Froh durften die Liechtensteiner sein, dass Matulevicius einen Kopfball aus sieben Metern haarscharf über die Querlatte köpfelte (24.).

Liechtenstein konnte auch vor dem Seitenwechsel keine reelle Torchance kreieren. Lediglich Oehri arbeitete sich nach vorne, drang in den Strafraum ein; sein Pass landete an der Hand von Deividas Cesnauskis, doch der Penalty-Pfiff des georgischen Refs blieb aus (9.). Und der Georgier pfiff auch in der Folge nicht mit der nötigen Objektivität: Nachdem Burgmeier den starken Matulevicius von hinten foulte, drehte sich der Georgier und übte Selbstjustiz. Burgmeier sah Gelb und ist im nächsten Spiel gesperrt, derweil Matulevicius keine Karte sah (42.). Und nach einem Tackling von Wieser trat Mikolunias nach, doch der Ref bestrafte wiederum nur den Liechtensteiner (62.), der gegen Bosnien ebenfalls fehlen wird.

Litauen lauerte
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Liechtenstein besser aus den Startlöchern, erarbeitete sich mehr Ballbesitz. Dass die Abstimmung nicht stimmte, zeigte sich, als Polverino den Ball eroberte und M. Christen bediente (Überzahl). Der spielte einen Fehlpass, statt den in den Strafraum stürmenden Polverino zu bedienen (47.). Den ersten Hochkaräter vergab Mathias Christen, doch Karcemarkas klärte in extremis gegen den solo anstürmenden Liechtensteiner (60.). Ein Volley verzog der Thailand-Legionär (59.) und sein Kopfball fiel zu schwach aus (61.). Ein Wieser-Freistoss, den Mikoliunas Richtung eigenes Tor klärte, forderte Karcemarskas alles ab (77.).

Erst in den letzten 20 Minuten kam Litauen nochmals gefährlich vors Tor. Jehle rückte nochmals in den Mittelpunkt: Er fischte einen Edgaras Cesnauskis aus dem Eck (67.) und stoppte Matulevicius stark (85.). Kalonas verzog seinen Schuss (71.),Vicius köpfelte weit danben (80.) und ein Andriuskevicius- Flachzuspiel von links verfehlte Mann und Maus (93.).

Die Absenzen aufseiten der Liechtensteiner wirkten sich aus, dennoch fehlten Leidenschaft und Wille.