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SUI (U21)
5 : 1
LIE (U21)
 32' Remo Freuler 1:0
 36' Pajtim Kasami 2:0
 41' Michael Frey 3:0
 48' Silvan Widmer 4:0
 90' Haris Tabakovic 5:1
 62' Simon Kühne 4:1
UEFA-U21-EM 2015 Quali - Gruppe 5
05.03.2014 18:30 Uhr
Spielort
Arena Thun, Thun
1319 Zuschauer
Schiedsrichter
Sergejus Slyva (LTU)
Schiedsrichter-Assistenten
Saulius Dirda (LTU)
Audrius Jagintavičius (LTU)

Startaufstellung

Yvon MVOGO
Silvan WIDMER
Martin ANGHA
Arlind AJETI
Berat DJIMSITI
Oliver BUFF   ab 83' Matteo TOSETTI
Remo FREULER
Leonardo BERTONE
   ab 62' Darko JEVTIC
Nassim BEN KHALIFA
Pajtim KASAMI
Michael FREY   ab 72' Haris TABAKOVIC
Lorenzo LO RUSSO
Daniel ELMER
Dario KAISER
Pascal FOSER
Andreas MALIN

Vinzenz FLATZ

Simon KÜHNE
Philipp OSPELT   ab 90' Manuel VOGT
Dennis SALANOVIC   ab 81' Nicola KOLLMANN
Niklas KIEBER   ab 87' Samuel ZIMMERMANN
Daniel BRÄNDLE

Ersatzspieler

Raphael SPIEGEL
Bruno MARTIGNONI
Saulo DECARLI
Matteo TOSETTI
Max VELOSO
Darko JEVTIC
Haris TABAKOVIC
Thomas HOBI
Nicola KOLLMANN
Stefan MAAG
Alexander MARXER
Samuel ZIMMERMANN
Constantin MARXER
Manuel VOGT

Trainer

Pierluigi Tami
Heinz Fuchsbichler
  • 1'  (0:0)
    Capitän Daniel Brändle gewinnt die Platzwahl. Liechtenstein hat auf dem Kunstrasen der Arena Thun Anspiel.
  • 5'  (0:0)
    Nach einem Freistoss von Niklas Kieber klärt die Schweizer Abwehr zum ersten Eckball für Liechtenstein.
  • 11'  (0:0)
    Distanzschuss von Oliver Buff aus rund 30 Metern knapp am Tor vorbei.
  • 15'  (0:0)
    Vorstoss von Debütant Dennis Salanovic über links, den er mit einem zu zaghaften Schuss auf das Tor der Schweizer abschliesst.
  • 20' Leonardo Bertone (0:0)
  • 23'  (0:0)
    Angriff der Liechtensteiner über die rechte Seite. Simon Kühne flankt zur Mitte, doch der Ball ist zu hoch für Dennis Salanovic.
  • 25'  (0:0)
    Glanztat von Lorenzo Lo Russo, der einen Kopfball von Michael Frey über die Latte lenkt.
  • 29'  (0:0)
    Nach einer Flanke von Silvan Widmer ist es wieder Michael Frey, der ungestört zum Kopfball kommt. Glück für Liechtenstein, dass der Ball knapp daneben geht.
  • 30'  (0:0)
    Der Druck der Schweiz nimmt zu. Arlind Ajeti spielt Pajtim Kasami an, dessen Halbvolley ans Lattenkreuz klatscht.
  • 32' Remo Freuler (1:0)
    Leonardo Bertone spielt auf den freistehenden Remo Freuler, der den Ball gekonnt an Lorenzo Lo Russo zum 1:0 vorbeischiebt.
  • 36' Pajtim Kasami (2:0)
    Pajtim Kasami erhöht mit einem Schlenzer ins linke hohe Eck zum 2:0.
  • 40'  (2:0)
    Wieder Gefahr für das Liechtensteiner Tor nach einem Freistoss von Oliver Buff. Der Ball geht letztlich ins Aus.
  • 41' Michael Frey (3:0)
    3:0 durch Michael Frey nach einem Torwartfehler von Lorenzo Lo Russo
  • 46'  (3:0)
    Beide Teams treten unverändert zur zweiten Halbzeit an.
  • 48' Silvan Widmer (4:0)
    Die Schweiz macht gleich wieder Druck und erhöht durch einen Kopfball von Silvan Widmer auf 4:0.
  • 50' Vinzenz Flatz (4:0)
  • 62' Simon Kühne (4:1)
    Tor für Liechtenstein. Thomas Eggenberger spielt einen langen Ball auf Simon Kühne, der zwei Verteidiger stehen lässt und zum 4:1 trifft.
  • 62' Darko Jevtic kommt für Leonardo Bertone (4:1)
  • 66'  (4:1)
    Gefährliche Aktion für Liechtenstein. Pascal Foser sieht, dass der Torhüter der Schweizer zu weit vor dem Tor steht und versucht diesen mit einem Distanzschuss zu überlisten. Gerade noch bringt Yvon Mvogo allerdings die Finger an den Ball.
  • 72' Haris Tabakovic kommt für Michael Frey (4:1)
  • 73'  (4:1)
    Glück für Liechtenstein nach einer Rettungstat von Lorenzo Lo Russo prallt der Ball zu Haris Tabakovic, der aus sechzehn Metern das leere Tor nicht trifft.
  • 76' Andreas Malin (4:1)
  • 81' Nicola Kollmann kommt für Dennis Salanovic (4:1)
  • 82'  (4:1)
    Glück nochmals für Liechtenstein als Pascal Foser seinen eigenen Torhüter mit einem ungewollten Kopfball zu einer Parade zwingt.
  • 83' Matteo Tosetti kommt für Oliver Buff (4:1)
  • 85'  (4:1)
    Kurz vor Spielende häufen sich die Chancen für die Schweiz nochmals. Haris Tabakovic scheitert aus kurzer Distanz an Lo Russo, der sich noch einige andere Male gut in Szene setzen konnte.
  • 87' Samuel Zimmermann kommt für Niklas Kieber (4:1)
  • 90' (+1)Haris Tabakovic (5:1)
    In der Nachspielzeit das 5:1 durch einen Kopfball von Haris Tabakovic.
  • 90' (+2)Manuel Vogt kommt für Philipp Ospelt (5:1)

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Philipp Kolb

Der Klassenunterschied war zu gross

Liechtensteins U21 gelingt im sechsten EM-Qualifikationsspiel durch Simon Kühne der erste Treffer (62). Die Partie gegen die Schweiz verliert die Fuchsbichler-Elf mit 5:1 (3:0) aber klar und in dieser Höhe verdient.

Der Klassenunterschied zwischen der Schweizer und der Liechtensteiner U21-Nationalmannschaft war gestern in der Arena Thun einmal mehr zu gross. Kein Wunder: Die Schweiz als früherer U17-Weltmeister und U21-Vizeeuropameister kann auf eine sehr starke Nachwuchsarbeit zählen. Das zeigte sich auch auf dem Platz. Da duellierten sich in den Zweikämpfen im schlimmsten Fall ein Pajitim Kasami vom FC Fulham mit Spielern von Drittligist Vaduz U23. David gegen Goliath umschreibt die gestrige Partie denn auch sehr gut. David Liechtenstein gab sich dabei grosse Mühe und zeigte keine Furcht vor den überlegenen Schweizern. Versuche, auch sich selber Torchancen zu erarbeiten, wurden gestartet, verliefen aber auf dem Kunstrasen in Thun häufig im Sand.

Druckphase nach 30 Minuten
Anders die Schweizer: Sie waren gewarnt vom Hinspiel. Damals brauchten sie über 60 Minuten für den ersten Treffer und waren dementsprechend auch ein wenig nervös geworden. Gestern suchten sie den ersten Treffer vehementer und früher. Nach rund 20 Minuten schalteten sie mehrere Gänge hoch und setzten Liechtenstein unter Druck. In der 25. Minute wehrte FL-Keeper Lo Russo einen Frey-Kopfball aus nächster Distanz bravourös über die Latte. Zwei Minuten später stand der wirblige Frey schon wieder vor Lo Russo und wieder kam er aus kurzer Distanz zum Kopfball. Diesmal verfehlte er das Tor knapp. Noch ein paar Zentimeter enger ging's in der 30. Minute zu und her. Kasami zirkelte einen Ball um Lo Russo ans Lattenkreuz. «Schade, hat's nicht geklappt. Da fehlte wenig. Ich bin mit meiner Leistung aber zufrieden. Liechtenstein hat gut gekämpft und mannschaftsdienlich gespielt», meinte Kasami, nach dem Spiel auf diese Szene und die ganze Partie angesprochen.

Die Schweizer waren jetzt in Spiellaune und münzten diese ab der 32. Minute innerhalb von nur neun Minutenzeiger-Umdrehungen in drei Treffer um. Die 1:0 Führung erzielte Freuler mutterseelenallein vor Lo Russo. Ebenso viel Verdienst an diesem Treffer hatte der YB-Spieler Bertone, der Freuler mit einem Seitwärts-Heber über die Liechtensteiner Abwehr frei anspielte. Der zweite Treffer der Schweizer war dann herrlich anzusehen. Kasami zirkelte das Leder mit Effet um Abwehr und Goalie zum 2:0 ins Tor. Vier Minuten vor der Pause kam's noch dicker: Der bisher gut spielende Lo Russo konnte einen hohen Ball auf ihn nicht behändigen respektive liess ihn just vor den Füssen von Frey zurück ins Spiel. Frey liess sich nicht zweimal bitten und erhöhte auf 3:0. Auf dem Platz standen im Übrigen alle vier YB-Spieler, die im Aufgebot waren – drei auf Schweizer Seite und mit Vinzenz Flatz ein Liechtensteiner Akteur.

Ehrentor in Hälfte zwei
Nur drei Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als Lo Russo wieder hinter sich greifen musste. Die Schweizer suchten das vierte Tor. Als Kopfball-Torschütze reihte sich Silvan Widmer ein, der sich damit gleich ein Geburtstagsgeschenk machte. Vier Treffer genügten, so schien es, denn die Schweizer schalteten jetzt zurück. Liechtenstein kam besser ins Spiel und schaffte dank einer tollen Einzelleistung von St. Gallen-Spieler Simon Kühne in der 62. Minute den Ehrentreffer zum 4:1. Kühne konnte den Ball hierbei von der Seite annehmen, liess einen Gegenspieler aussteigen und verwertete gekonnt. Alles ging blitzschnell bei diesem Treffer, so, wie es gegen ein Team wie die Schweiz sein muss. Kurz darauf lag gar das 4:2 drin. Foser fasste sich in der 65. Minute ein Herz und zog vom Mittelkreis ab. Beinahe hätte er einen Sonntagsschuss gelandet. Schweiz-Keeper Mvogo musste zurücklaufen und sich mächtig strecken, um den Ball noch über die Latte zu lenken. Die Schweizer hatten bis Spielende noch die eine oder andere weitere gute Tormöglichkeit, wie erwähnt nahmen sie aber Tempo aus dem Spiel und den Liechtensteinern spielte das Tor von Kühne in die Füsse. Sie drehten nochmals etwas auf und bewiesen, dass die Kraft nun auch 90 Minuten reicht.

Trainer Heinz Fuchsbichler sprach von zwei verschiedenen Halbzeiten. Die ersten 45 Minuten gefielen ihm natürlich weniger als die zweiten: «Das Tempo in der ersten Halbzeit war schlicht zu hoch. Zudem traten wir etwas zu ängstlich auf. Der Mut, der in der zweiten Halbzeit da war, fehlte mir zu Beginn. Trotzdem sind wir wieder einen kleinen Schritt weitergekommen. » Sein Gegenüber Pierlugi Tami war froh, dass es zur Pause schon 3:0 stand. «In Vaduz stand es nach einer Stunde noch 0:0. Da wird man schon ein wenig nervös. Wir haben heute etwa 55 Minuten gut gespielt.»