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LIE (U21)
2 : 5
UKR (U21)
 36' Simon Kühne (Elfmeter) 1:0
 50' Simon Kühne 2:2
 41' Olexander Noyok 1:1
 44' Andriy Totovitskiy 1:2
 70' Olexander Noyok 2:3
 77' Dmytro Yusov 2:4
 90' Andriy Totovitskiy 2:5
UEFA-U21-EM 2015 Quali - Gruppe 5
04.06.2014 16:00 Uhr
Spielort
Sportpark Eschen-Mauren
306 Zuschauer
Schiedsrichter
Thoroddur Hjaltalin (ISL)
Schiedsrichter-Assistenten
Áskell Thór Gíslason (ISL)
Birkir Sigurdarson (ISL)

Startaufstellung

Lorenzo LO RUSSO
Fabian EBERLE
Thomas EGGENBERGER
Pascal FOSER
Andreas MALIN
Simon KÜHNE   ab 88' Sebastian BECK
Philipp OSPELT
Dennis SALANOVIC

Samuel ZIMMERMANN
   ab 85' Constantin MARXER
Daniel BRÄNDLE
   ab 78' Jens HOFER
Stefan MAAG
Arthur DENCHUK
Serhiy MYAKUSHKO   ab 66' Ruslan BABENKO
Ivan ORDETS
Olexander KARAVAYEV
Andriy TSURIKOV
Olexander NOYOK
Andriy TOTOVITSKIY
Vitaliy PRYNDETA
Vitaliy BUYALSKIY
Redvan MEMESHEV
   ab 46' Vladislav KALYTVYNTSEV
Vladyslav KULACH
   ab 46' Dmytro YUSOV

Ersatzspieler

Thomas HOBI
Joel SCHERRER
Jens HOFER
Sebastian BECK
Constantin MARXER
Daniel ELMER
Mathias SELE
Maxim KOVAL
Serhiy BOLBAT
Vladislav KALYTVYNTSEV
Ruslan BABENKO
Dmytro YUSOV
Evhen NEPLYAH
Anton BRATKOV

Trainer

Heinz Fuchsbichler
Serhiy Kovalets
  • 1'  (0:0)
    Anpfiff in Eschen, das Spiel Liechtenstein gegen die Ukraine hat begonnen.
  • 15'  (0:0)
    In den ersten 15 Minuten spielen die Liechtensteiner gut mit. Sie lassen beinahe keine Torchance zu und sind selbst im Spiel nach vorne sehr bemüht.
  • 24'  (0:0)
    Erste bessere Torchance für die Gäste aus der Ukraine. Kulach steht alleine vor Lo Russo, wird jedoch von Kulach angeschossen und hat keine weiteren Probleme.
  • 29'  (0:0)
    Kopfball von Eberle nach einem Freistoss, der Ball landet jedoch auf dem Tor.
  • 33' Vladyslav Kulach (0:0)
  • 34' Daniel Brändle (0:0)
  • 36' Simon Kühne (1:0)
    Tor für Liechtenstein durch Simon Kühne. Kühne verwandelt den durch Dennis Salanovic erlangten Elfmeter souverän.
  • 41' Olexander Noyok (1:1)
    Tor für die Ukraine. Noyok kommt aus der zweiten Reihe zum Schuss und lässt Lo Russo dabei kaum eine Abwehrchance.
  • 43' Redvan Memeshev (1:1)
  • 44' Andriy Totovitskiy (1:2)
    Tor für die Ukraine. Totovitskiy trifft aus etwa zwei Metern nachdem Kulach eine Flanke per Kopf auf ihn verlängert hat.
  • 45'  (1:2)
    Halbzeit in Eschen. Die Liechtensteiner gehen durch zwei unglückliche Gegentore mit einem 1:2 Rückstand in die Pause.
  • 46' Vladislav Kalytvyntsev kommt für Redvan Memeshev (1:2)
  • 46' Dmytro Yusov kommt für Vladyslav Kulach (1:2)
  • 50' Simon Kühne (2:2)
    Tor für die U21 aus Liechtenstein. Kühne läuft nach sensationellem Steilpass von Samuel Zimmermann alleine auf das Ukrainer Tor und verwandelt zum 2:2 Ausgleich.
  • 63' Dennis Salanovic (2:2)
  • 66' Ruslan Babenko kommt für Serhiy Myakushko (2:2)
  • 70' Olexander Noyok (2:3)
    Tor für die Ukraine. Noyok kommt aus etwa 11 Metern zum Schuss und trifft den Ball dabei perfekt.
  • 74' Samuel Zimmermann (2:3)
  • 77' Dmytro Yusov (2:4)
    Tor für die Ukraine. Lo Russo ist bereits geschlagen und Yusov muss nur noch ins leere Tor einschieben.
  • 78' Jens Hofer kommt für Daniel Brändle (2:4)
  • 85' Constantin Marxer kommt für Samuel Zimmermann (2:4)
  • 88' Sebastian Beck kommt für Simon Kühne (2:4)
  • 90' (+1)Andriy Totovitskiy (2:5)
    In der Nachspielzeit erhöhen die Gäste aus der Ukraine durch Totovitskiy auf 2:5.
  • 90' (+3) (2:5)
    Schlusspfiff in Eschen. Die Liechtensteiner unterliegen den Gästen aus der Ukraine mit 2:5. Die Liechtensteiner haben ein gutes Spiel gezeigt und sich selbst einige gute Chancen verschafft. Mit 2:5 ist das Resultat schlussendlich klarer, als dies über 90 Minuten zu sehen war.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Philipp Kolb

Geführt – ausgeglichen – verloren

Liechtensteins U21-Nationalmannschaft zeigte gegen Favorit Ukraine eine Topleistung. Bis zur 70. Minute stand die Partie ausgeglichen 2:2. Dann liessen die Kräfte nach und der ukrainische Nachwuchs erzielte noch drei Treffer zum zu hoch ausgefallenen, aber verdienten 2:5-Sieg.

Ein einziges Tor hatte die Liechtensteiner U21-Nati in bisher sechs EM-Qualifikationsspielen erzielt. Simon Kühne traf beim 5:1 gegen die Schweiz in Thun. Gestern legte Kühne nach, und das gleich doppelt. Er brachte seine Farben nach etwas mehr als einer halben Stunde zur Überraschung aller in Front. Die Vorarbeit zu diesem Penaltytreffer war allerdings bedeutender. Es war eines von zwei Ausrufezeichen, welches Atlético-Madrid-Legionär Dennis Salanovic gestern setzte. Brändle erkämpfte zuvor im Mittelfeld einen Ball und passte zu Salanovic in den Strafraum. Dieser täuschte rechts an, wollte dann aber links an Karavayev vorbeiziehen. Das alles ging so schnell, dass Salanovics Gegenspieler sein Bein nicht mehr wegbrachte und einen Penalty verursachte. Simon Kühne liess sich nicht zweimal bitten und versenkte den Elfmeter eiskalt.

Ukraine dreht Spiel
Vor dem 1:0 der Liechtensteiner hatte man vonseiten der Gäste nicht viel gesehen. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen wirkten die Ukrainer etwas überheblich, zum anderen spielte die Liechtensteiner Defensive äusserst stark. Dann aber patzte diese und liess noch vor der Pause zwei nicht zwingende Treffer zu. Erst knallte Noyok den Ball aus gut 18 Metern ins Tor (40.) und nur vier Minuten später tricksten Kulach und Buyalskiy im Liechtensteiner Strafraum. Kulach tippte den Ball nur kurz an, lenkte diesen damit aber zu Buyalkiy ab. Dies alles ging für Liechtensteins Verteidigung zu schnell, sodass man trotz starkem Spiel mit einem Rückstand in die Pause musste.

Kühnes Lauf zum Ausgleich
Im Normalfall hätten die Liechtensteiner nun versucht, keine weiteren Gegentore zu erhalten, was wohl auch die 306 Zuschauer im Sportpark erwartet haben. Doch es kam nochmals überraschend anders. Die Gäste brauchten wie schon in der ersten Halbzeit einen Gegentreffer, um ihre Qualitäten zu demonstrieren. Erneut war es Kühne, der dieses Mal aus dem Spiel heraus traf. Schnell und schnörkellos zog er zusammen mit Ospelt und dem ebenfalls starken Zimmermann ein gekonntes Zusammenspiel auf und zog in der Folge alleine auf Ukraine-Keeper Denchuk los. Abgeklärt liess Kühne auch dem letzten Ukrainer auf dem Weg zum Ausgleich keine Chance (Bild). Die Ukrainer wollten reagieren, brachten zuerst ausser Weitschüssen nichts zustande, und wenn sie doch einmal durchkamen, hatte Liechtensteins Keeper Lo Russo etwas dagegen. Bis zur 70. Minute verteidigte die Fuchsbichler-Elf das 2:2. Hätte man dieses Remis gegen die Ukraine mit 45 Millionen Einwohnern über die Zeit gebracht, wäre dies einer grossen Sensation gleichgekommen. Am Schluss fehlte aber einmal mehr die Kraft und die Ukraine zog noch auf 2:5 davon, wobei der letzte Treffer erst in der Nachspielzeit fiel. Vor dem 2:5 hatte Salanovic nochmals einen grossen Auftritt. Er liess im Sprint über den Flügel drei Gegenspieler stehen. Sein Abschluss ging aber statt zum 3:4 ins Tor knapp daneben.

Umstellung hat gewirkt
U21-Trainer Heinz Fuchsbichler sprach nach der Partie von einer guten Leistung, ärgerte sich aber sowohl über die billigen Tore vor der Pause als auch das nicht mehr nötige 2:5 am Schluss. «Wir haben hinten umgestellt und teilweise mit fünf Abwehrspielern agiert. Ziel war es, die schnellen Salanovic und Kühne noch mehr vorzuschieben. Die Taktik ist aufgegangen», fasste Fuchsbichler zusammen. Dennis Salanovic bestätigte: «Das war ein gutes Spiel, in dem wir auch einmal offensiv Akzente setzen konnten. Wir hatten viel mehr Aktionen in Richtung gegnerisches Tor als in den früheren Partien.» Der ukrainische Trainer Serhiy Kovalets sprach an der Medienkonferenz von einem sehr guten Spiel von beiden Teams. «Für uns war es unangenehm, dass wir in Rückstand gerieten. Das Liechtensteiner Team hat von meiner Seite sehr viel Respekt verdient für diese Leistung.» Unterschätzt hätten sie den Gegner nicht. «Wir wussten, dass sie individuell starke Atkeure haben, die bei Atlético Madrid oder bei anderen grösseren Vereinen spielen, und wir wussten, dass sie bei ihrem Heimspiel top vorbereitet sein werden.» Kovalets begründete auch, warum er in den letzten vier Spielen immer wieder fast das ganze Team ausgetauscht hat. «Das Ziel der ukrainischen U21-Nati ist in erster Linie, junge, starke Spieler für die A-Nationalmannschaft auszubilden », so Kovalets. In diesem Sinne agierten beide Mannschaften mit dem genau gleichen Ziel – einfach mit ganz unterschiedlich grossen Ressourcen: 37 000 Einwohner gegenüber 45 Millionen Einwohner.