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LIE
0 : 3
EST
-
 45' Sergei Zenjov 0:1
 63' Henri Anier 0:2
 63' Henri Anier 0:3
Freundschaftsspiele
19.11.2013 19:00 Uhr
Spielort
Rheinpark Stadion, Vaduz
684 Zuschauer
Schiedsrichter
Chris Reisch (LUX)
Schiedsrichter-Assistenten
Steven Curfs (LUX)
Antonio De Carolis (LUX)

Startaufstellung

Peter JEHLE   ab 46' Cengiz BICER
Franz BURGMEIER
Mario FRICK   ab 46' Robin GUBSER
Daniel KAUFMANN
Yves OEHRI   ab 46' Seyhan YILDIZ
Martin STOCKLASA

Martin BÜCHEL   ab 71' Sandro WOLFINGER
Nicolas HASLER
Michele POLVERINO
Mathias CHRISTEN   ab 46' Thomas BECK
Philippe ERNE   ab 84' Olcay GÜR
Sergei PAREIKO   ab 46' Mihkel AKSALU
Enar JÄÄGER   ab 20' Gert KAMS
Mikk REINTAM
Martin VUNK

Karol METS
Siim LUTS   ab 46' Dimitri KRUGLOV
Taijo TENISTE
Tarmo KINK   ab 72' Sergei MOSNIKOV
Rimo HUNT   ab 56' Henri ANIER
Alexandr DMITRIJEV
Sergei ZENJOV   ab 64' Joel LINDPERE

Ersatzspieler

Cengiz BICER
Olcay GÜR
Domenico MACRI
Seyhan YILDIZ
Burak ERIS
Robin GUBSER
Sandro WOLFINGER
Thomas BECK
Mihkel AKSALU
Henrik OJAMAA
Dimitri KRUGLOV
Joel LINDPERE
Henri ANIER
Sergei MOSNIKOV
Artjom ARTJUNIN
Gert KAMS

Trainer

Rene Pauritsch
Tarmo Rüütli
  • 5'  (0:0)
    Ballverlust von Polverino und Estland kommt zur ersten Torchance durch Kink.
  • 17'  (0:0)
    Estland verbucht eine zweite Torchance. Wiederum ist es Kink, der zum Abschluss kommt, mit seinem Flachschuss aus spitzem Winkel jedoch an Peter Jehle scheitert.
  • 20' Gert Kams kommt für Enar Jääger (0:0)
  • 35'  (0:0)
    Nach 35 Minuten seit langem die erste Torszene. Die Gäste aus Estland kommen über die linke Seite zum Abschluss aus etwa 13 Metern, welcher sich jedoch als harmlos herausstellt.
  • 38'  (0:0)
    Steilpass der Esten durch die Abwehr der Liechtensteiner, Stocklasa hält Hunt jedoch im letzten Moment vom Schuss ab.
  • 44'  (0:0)
    Erste gute Konterchance für die Liechtensteiner kurz vor der Halbzeitpause. Erne läuft mit dem Ball über den halben Platz und spielt den auf der linken Seite komplett freien Polverino an, welcher aus etwa 25 Metern zum ersten gefährlichen Torabschluss für die Liechtensteiner kommt.
  • 45' (+1)Sergei Zenjov (0:1)
    Praktisch mit dem Halbzeitpfiff ein Kopfballtor für Estland druch Zenjov
  • 46' Mihkel Aksalu kommt für Sergei Pareiko (0:1)
  • 46' Dimitri Kruglov kommt für Siim Luts (0:1)
  • 46' Thomas Beck kommt für Mathias Christen (0:1)
  • 46' Seyhan Yildiz kommt für Yves Oehri (0:1)
  • 46' Cengiz Bicer kommt für Peter Jehle (0:1)
  • 46' Robin Gubser kommt für Mario Frick (0:1)
  • 56' Henri Anier kommt für Rimo Hunt (0:1)
  • 58'  (0:1)
    Eine gute Aktion der Liechtensteiner über die linke Seite schliesst Burgmeier mit einem Schuss ab, der von einem Verteidiger abgeblockt wird.
  • 59' Martin Stocklasa (0:1)
  • 61'  (0:1)
    Daniel Kaufmann verschätzt sich bei einem Kopfballversuch. Der Ball fällt Anier vor die Füsse, der alleine vor Bicer keine Mühe hat, auf 0:2 zu erhöhen.
  • 63' Henri Anier (0:2)
    Liechtensteins Abwehr greift Anier im Strafraum nur zögerlich an, so dass der estnische Angreifer seinen zweiten Treffer in kürzester Zeit erzielen kann.
  • 63' Henri Anier (0:3)
    Liechtensteins Abwehr greift Anier im Strafraum nur zögerlich an, so dass der estnische Angreifer seinen zweiten Treffer in kürzester Zeit erzielen kann.
  • 64' Joel Lindpere kommt für Sergei Zenjov (0:3)
  • 70'  (0:3)
    Eine weitere Torchance für die Gäste aus Estland. Erneut kommt Anier aus etwa 12 Metern völlig frei zum Abschluss. Bicer klärt jedoch auf der Linie und verhindert einen weiteren Gegentreffer.
  • 71' Sandro Wolfinger kommt für Martin Büchel (0:3)
  • 72' Sergei Mosnikov kommt für Tarmo Kink (0:3)
  • 75' Martin Vunk (0:3)
  • 78'  (0:3)
    Freistoss von Franz Burgmeier von der linken Angriffsseite. Thomas Beck köpft den Flankenball an den Pfosten und kommt so haarscharf nicht zum Tor in seinem letzten Länderspiel.
  • 84' Olcay Gür kommt für Philippe Erne (0:3)

Quelle: Liechtensteiner Vaterland / Ernst Hasler

Estland mit grosser Effizienz

Liechtenstein verlor das letzte Länderspiel des Jahres gegen Estland unnötigerweise mit 0:3 (0:1)-Toren. Ein Doppelpack von Anier (61./63.) besiegelte das Schicksal der Liechtensteiner, die sich gegen die Niederlage nicht mehr aufbäumten.

Zuvor in Halbzeit eins hatte Zenjov die Esten in Front geköpft (46.+). Liechtenstein besass sehr viel Ballbesitz, kam jedoch nicht wirklich zwingend vor das estische Tor. Ein weiteres Mal zeigte sich, dass in der Offensive ein grosse Manko besteht. Das Experiment mit Polverino als Sturmspitze ist in der Halbzeit beendet worden, weil derWolfsberg-Legionär förmlich in der Luft hing.

Die Esten lebten vor, was es heisst, mit Chancen umzugehen. Sie nutzten ihre Möglichkeiten relativ effizient aus und sicherten sich dank des Chancenplus’ einen klaren Erfolg, der allerdings um ein Tor zu hoch ausfiel.

Wenig Strafraumszenen
In der ersten Halbzeit kam es zu wenigen Strafraumszenen. Trotzdem geriet Liechtenstein in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit in Rückstand: Einen Teniste-Flankenball köpfelte Zenjov aus sechs Metern ins linke untere Eck (0:1). Aus dem Trio Stocklasa, Kaufmann und Torhüter Jehle hätte zumindest ein Akteur Zenjov entscheidend stören müssen.

Die Esten hatten sich zuvor ein kleines Chancenplus erarbeitet. Obwohl Liechtenstein über weite Strecken den Ball gut in den eigenen Reihen laufen liess, fehlte in den Zuspielen nach vorne die Durchschlagskraft. Das lag an Erne und Mathias Christen, die oft an ihren Gegenspielern hängen blieben. Ein Polverino-Volley missriet völlig (13.), doch beim zweiten Mal zog Polverino knapp ausserhalb der Strafraumgrenze mit seinem vermeintlich schwächeren linken Fuss ab, dochTorhüter Pareiko faustete den zu zentral geratenen Schuss (44.).

Auf der Gegenseite setzte Kink einen Schuss haarscharf neben das Tor (5.). Nachdem Stocklasa einen Ball falsch berechnete, zog Kink ab, doch Jehle parierte stark (17.). Nach einem Oehri-Fehler zog Luts ab, doch Jehle war erneut auf dem Posten (23.).Wenig Probleme hatte Jehle bei einemTeniste- Schlenzer (35.) und Stocklasa blockte den einschussbereiten Hunt (38.).

Kaufmann-Aussetzer
Ein Kaufmann-Aussetzer anfangs der zweiten Halbzeit sorgte für dieVorentscheidung: Er liess einen langen Ball passieren, wohl im Glauben, dass hinter ihm Torhüter Bicer steht.Anier bedankte sich, lief Richtung Tor und schob ein (0:2). «Kaufmann hat bis zu jenem Fehler super gespielt – schade», befand Nationaltrainer Rene Pauritsch. Kurz darauf «spazierte» Anier, der Stürmer von Motherwell, durch die FL-Abwehr, sein Flachschuss fand eine Lücke und landete zwischen den Beinen von Bicer im Netz (0:3). Bicer hielt zudem Schüsse von Luts (55.), Vunk (63.) und Amier (70.).

Der Schock dieser zwei Tore sass tief. Bis auf Polverino, der als «Sechser » im zweitenAbschnitt sehr souverän auftrat, lief kaum ein Liechtensteiner zu Höchstform auf. «Stocklasa und Burgmeier stemmten sich dagegen », urteilte Nationaltrainer Pauritsch. Ein Beck-Aufsetzer erwies sich als tückisch, Torhüter Aksalu war wachsam (57.), Burgmeier schossVerteidiger Mets an (58.) und Beck setzte einen Kopfball an den Pfosten, doch der Assistent zeigte ein Abseits an (78.). Das blieb die magere Reaktion auf den hohen Rückstand.

Liechtenstein tat sich in derAngriffzone schwer, sich entscheidend durchzusetzen. Teilweise kombinierte die Mannschaft gut, doch im Angriffsdrittel fehlten die guten Abschlüsse – schliesslich kann nicht davon ausgegangen werden, dass jede Chance sitzt.