Delegiertenversammlung 2020

LFV-Delegierte tagten in Schaan

Foto: Eddy Risch

Nach einer coronabedingten Verschiebung um rund zwei Monate hat der Liechtensteiner Fussballverband am 30. Juni 2020 seine jährliche ordentliche Delegiertenversammlung abgehalten. Im SAL in Schaan trafen sich die vierzehn Delegierten der sieben Vereine zur Behandlung der statuarisch vorgesehenen Traktanden, ausserordentliche Tagespunkte standen nicht auf dem Programm. Aus dem LFV Vorstand war niemand zu bestätigen oder neu zu wählen, so dass sich das oberste Vereinsgremium weiterhin in der gleichen Besetzung präsentiert wie seit November 2019. Über die LFV-Finanzen berichteten Vorstandsmitglied Klaus Schmidle und Finanzchef Massimo Condito. Die Jahresrechnung 2019 mit einem Jahresgewinn von 59'000 Franken erhielt von den Delegierten einhellige Zustimmung.

LFV-Präsident Hugo Quaderer führte speditiv durch die Traktanden und gab einen Überblick über die letzten 18 Monate. In seiner Ansprache blickte er auf ein geschichtsträchtiges Jahr 2019 zurück, skizzierte die Konsequenzen des ebenfalls ausserordentlichen Corona-Halbsjahrs 2020 und gab eine Vorschau auf den bevorstehenden Fussball-Herbst. 

Dass das Jahr 2019 wirklich geschichtsträchtig für den LFV war, lag gleich in mehreren Ereignissen begründet. Der Spatenstich für das Trainingszentrum Ruggell gehörte ebenso dazu, wie das grüne Licht für das Sportkompetenz-Zentrum Vaduz und der allererste Sieg der U21-Nationalmannschaft. Zudem konnte seit mehr als zwanzig Jahren wieder eine Frau in den Verbandsvorstand gewählt werden, neue Statuten wurden verabschiedet und in Zusammenarbeit mit dem LOC ein Kinderschutzprojekt gestartet. Auch das Jahr 2020 startete vielversprechend mit dem Besuch von UEFA Präsident Alexandar Ceferin in Liechtenstein, danach legte die Corona-Pandemie jedoch bald einmal das gesamte Fussballgeschehen lahm. In seinem Ausblick auf den kommenden Herbst sprach Hugo Quaderer schliesslich die Visionsgespräche mit den Vereinen sowie die Verbandsstrategie für die nächsten fünf Jahre an. Er wies auf die Eröffnung des Trainingszentrums Ruggell am 4. Oktober hin, ebenso auf die coronabedingte Absage des LFV Awards und die bevorstehenden Länderspiele. 

Als Gäste durfte der LFV an seiner Delegiertenversammlung den neuen LOC-Präsidenten Stefan Marxer und Vertreter des OFV sowie des Vorarlberger Fussballverbandes begrüssen. Während Stefan Marxer und Horst Lumper aus Vorarlberg das Wort direkt an die Versammlung richteten, sandte SFV-Präsident Dominique Blanc eine Grussbotschaft per Video nach Liechtenstein. UEFA-Vertreterin Valentina Mercolli wohnte der Versammlung am Bildschirm bei. Im Namen der sieben Mitgliedsvereine dankte schliesslich FC Vaduz Präsident Patrick Burgmeier dem LFV und insbesondere dem Verbandsvorstand für die geleistete Arbeit sowie die gute Zusammenarbeit.

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