Die letzten Vorbereitungen der Liechtensteiner Nationalmannschaft für das WM-Qualifikationsspiel in Kasachstan sind nahezu abgeschlossen – am Freitagnachmittag um 16 Uhr (Liechtensteiner Zeit, live im Landeskanal) steigt das Aufeinandertreffen in Astana.
Nach einem sechsstündigen Flug von Frankfurt in die Hauptstadt Kasachstans ist das Team in der Nacht auf Donnerstag in Astana angekommen. In der Vorbereitung auf das WM-Qualifikationsspiel wird die dreistündige Zeitverschiebung so gut es geht ignoriert und die Abläufe sind dem europäischen Rhythmus angeglichen. Dementsprechend durften die Spieler nach der Ankunft ausschlafen und genossen in der Folge die ersten Eindrücke von Astana bei Tageslicht. Für Verteidiger Maximilian Göppel war es nicht die erste Reise nach Kasachstan, denn er war mit der U17 im Rahmen eines EM-Qualiturniers bereits einmal zu Gast. Dementsprechend wusste er als einer der wenigen, was bei der langen Reise in den Osten auf ihn zukommt. "Natürlich sind lange Reisetage immer etwas anstrengender, aber ich konnte mich gut darauf vorbereiten", so der Nationalspieler an der Pressekonferenz vor dem Spiel. Als dann die Sonne hinter dem Horizont verschwand, ging es in die Astana Arena, wo das Abschlusstraining absolviert wurde. An der Pressekonferenz waren die kasachischen Journalisten vorallem über die Situation und die Abläufe in Liechtenstein interessiert, um bestätigt zu wissen, was sie davor womöglich gelesen, aber nicht wirklich glauben konnten. Im neuntgrössten Land der Welt sorgt die Vorstellung, dass Amateure in einer Nationalmannschaft spielen, für ungläubiges Staunen. Dass aber auch solche Spiele für klare Favoriten nicht zu einem Spaziergang werden müssen, zeigte etwa das Hinspiel im März im Rheinpark Stadion. Denn die Liechtensteiner zeigten eine beeindruckende Leistung und unterlagen lediglich aufgrund eines Doppelschlags kurz vor dem Halbzeitpfiff. Seit diesem Spiel hat sich aber in Kasachstan einiges verändert, denn nicht nur beim Hinspiel gab es einen neuen Trainer beim Verband an der europäisch-asiatischen Grenze, sondern jetzt auch vor dem Rückspiel. Im März war Ali Aliev neu im Amt, nun wird die Mannschaft im Rückspiel von Interimstrainer Talgat Baysufinov gecoacht. "Im Kader des neuen Trainers fehlt zu unserer Überraschung schon der ein oder andere Spieler, aber wir werden uns davon nicht irritieren lassen, sondern uns auf die eigene Leistung fokussieren", gab Konrad Fünfstück zu Protokoll.


