Aruba - Liechtenstein 4:1 (2:0)

Turniersieg verpasst - trotzdem eine positive Bilanz

Foto: LFV/Cyril Ndegeya

Liechtensteins Nationalmannschaft hat den Turniersieg bei den FIFA Series in Ruanda verpasst. Im Finale unterlag das Team von Nationaltrainer Konrad Fünfstück nach intensiven 96 Minuten mit 1:4. Nach dem überraschenden Sieg gegen Tansania, war erneut die zweite Halbzeit der Liechtensteiner die bessere, doch Aruba zeigte sich maximal effizient und nutze nahezu alle Chancen, die sich boten.

Im Finale der FIFA Series zeigte Liechtensteins Nationalmannschaft einen verhaltenen Start und überlies Aruba zunächst das Zepter. Es gelang nicht, wie gewünscht in die Zweikämpfe zu kommen und Ballbesitzphasen oder Chancen zu kreieren. Auf der anderen Seite nützte Aruba in diesen ersten 25 Minuten des Spiels den verhaltenen Start der Liechtensteiner mit zwei Toren innerhalb von sieben Minuten zur Führung von 2:0. Dies, obschon es sonst kaum zu gefährlichen Aktionen kam. Nun musste mehr riskiert und zielstrebiger nach vorne gespielt werden. Zuerst Ferhat Saglam und dann Aron Sele hatten mit ihren Abschlüssen die besten Gelegenheiten der Liechtensteiner, die vor der Pause auch noch einige Halbchancen zu verzeichnen hatten.

Die zweite Halbzeit nahm Liechtenstein dann ähnlich in Angriff wie schon im Spiel gegen Tansania. Das Geschehen verlagerte sich deutlich mehr in die Platzhälfte des Gegners und nach 52 Minuten folgte die Belohnung. Fabio Luque Notaro setzt sich sehenswert auf der rechten Seite durch, passte scharf zur Mitte und fand dort Emanuel Zünd, der ohne Mühe zum 1:2 einschieben konnte. Liechtenstein schöpfte dank diesem Tor Hoffnung und agierte weiter zielstrebig nach vorne. Begünstigt wurden diese Bemühungen sogar noch durch einen Platzverweis gegen Aruba nach einer Stunde Spielzeit. Während sich das Team von Konrad Fünfstück jedoch vergeblich abmühte, zeigte der Gegner maximale Effizienz mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 3:1 aus heiterem Himmel. Zwanzig Minuten blieben danach noch, doch Aruba zog sich jetzt weit zurück und machte es den Liechtensteinern sehr schwer, Chancen zu kreieren. So lief Liechtenstein in der 90. Minute schliesslich noch in einen Konter hinein und verlor das Finale in Kigali dadurch um sicher ein Tor zu hoch mit 1:4.

Nationaltrainer Konrad Fünfstück sah seine Mannschaft nicht mehr ganz so griffig wie gegen Tansania und hob auch hervor, dass die individuelle Stärke von Aruba dazu beitrug, den Unterschied am heutigen Abend auszumachen. Trotz des verpassten Finalsiegs darf die Liechtensteiner Nationalmannschaft ein positives Fazit über beide Spiele in Ruanda ziehen. Jeweils die zweite Halbzeit sowohl gegen Tansania als auch gegen Aruba gehörte klar den Liechtensteinern, leider ohne Happy End im Finale. "Wir haben Liechtenstein hier in Ruanda würdig vertreten und dürfen stolz auf unsere Leistungen in den beiden Spielen sein", so Konrad Fünfstück, der auch betonte, dass sich Liechtenstein mit seinem Auftreten viele neue Freunde im internationalen Fussball gemacht habe.

Nationaltrainer Konrad Fünfstück zum Spiel

Lars Traber zum Spiel