Liechtensteins U19-Nationalmannschaft hat vom 25. - 31. März in Rumänien die erste Runde der EM-Qualifikation 2027 absolviert. Gegen Gastgeber Rumänien, Dänemark und Andorra verlor das sehr junge Team von Nationaltrainer Michael Koller alle drei Spiele, ohne dabei zu enttäuschen.
Mit einem Kader, der mehrheitlich aus Spielern des Jahrgangs 2009 bestand, stieg Liechtensteins U19-Nationalmannschaft in die EM-Qualifikation in Rumänen und musste in jedem der drei Spiele anerkennen, dass es nicht zuletzt physische Unterschiede waren, die sich zu Gunsten der anderen Nationen auswirkten. "Wir können beim älteren Jahrgang 2008 leider nicht die nötige Breite vorweisen, so dass wir gezwungen waren, stark auf den jüngeren Jahrgang 2009, der noch im U17-Alter ist, zurückzugreifen", begründet Nationaltrainer Michael Koller die altersmässige Zusammensetzung seines Teams.
Die enormen physischen Nachteile traten vor allem im Spiel gegen Gastgeber Rumänien zutage, welches mit einer brutalen 0:11-Niederlage endete. Auf tiefem, regendurchnässten Boden agierte das Heimteam immer wieder mit langen Bällen und riss die Abwehrkette der Liechtensteiner ein ums andere Mal auseinander. 0:8 hiess es bereits zur Pause, ehe es den Liechtensteinern in der zweiten Halbzeit besser gelang, Tore zu verhindern.
Vorausgegangen war das Auftaktspiel gegen Dänemark, bei dem sich Liechtensteins U19 beachtlich verkauft hatte. Bei der 1:6-Niederlage gegen diesen starken Gegner, wurde gut verteidigt und in einigen Offensivaktionen auch für Entlastung gesorgt. Als Belohnung für das Team, das in jedem der drei Spiele nie aufgab, resultierte gegen die Dänen der Ehrentreffer zum 1:6 mittels Penalty. Es sollte der einzige Treffer für die Liechtensteiner an diesem Turnier bleiben.
Im letzten Spiel trafen schliesslich die beiden kleinsten Nationen und Verlierer der ersten beiden Spieltage aufeinander. Andorra ging dabei als Favorit auf den Platz, schlugen sie sich doch mit knappen Niederlagen, 1:3 gegen Rumänien und 0:1 gegen Dänemark, zuvor sehr beachtlich. Liechtenstein gegen Andorra erwies sich sodann aber durchaus als ausgeglichenes Spiel. Das erste Tor für Andorra nach knapp 20 Minuten resultierte aus einem komplett unverständlichen Elfmeter, den Liechtensteins Torhüter Lorenz Hassler zunächst abwehren konnte, den Nachschuss dann aber passieren lassen musste. Noch in der ersten Halbzeit verpasste Janai Balbuena allein vor dem Tor die grosse Chance zum Ausgleich, so dass die Seiten mit einem knappen Rückstand der Liechtensteiner gewechselt wurden. Das Team von Michael Koller versuchte in dieser zweiten Halbzeit alles, doch insgesamt fehlte es an Durchschlagskraft und Präzision. Anders auf Seiten der Andorraner, die mit einem Konter zum Schlussresultat von 0:2 erhöhen konnten.
Über das gesamte Turnier hinweg zog der Nationaltrainer trotz der drei Niederlagen eine durchaus positive Bilanz. "Es hat mir sehr gut gefallen, wie die Jungs auch ausserhalb des Platzes aufgetreten sind und eine positive Entwicklung genommen haben. Sie waren lernbegierig und es herrschte eine gute Stimmung innerhalb der gesamten Delegation". Mit einem Schmunzeln fügte Michael Koller abschliessend an, dass es für den 2009er-Jahrgang vor allem auch ein sehr gutes Trainingslager war, denn diese Jungs werden Ende April für Liechtenstein auch der Qualifikation zur U17-EM in Armenien teilnehmen. Dort geht es dann gegen Ungarn, Luxemburg und Gastgeber Armenien.


