Der FC Vaduz ist zum 52. Mal Liechtensteiner Cupsieger. In einem phasenweise mitreissenden Cupfinale behielten die Profis aus Vaduz gegen den stark agierenden Aussenseiter aus dem Unterland mit 4:3 letztlich knapp aber doch verdient die Oberhand.
Das 79. Liechtensteiner Cupfinale brachte die beiden nominell stärksten Teams des Landes zusammen und das Spiel zwischen dem FC Vaduz und der USV Eschen/Mauren hielt, was sich die 999 Zuschauerinnen und Zuschauer im Rheinpark Stadion erhofft hatten. Zwar bestimmte der FC Vaduz über weite Strecken das Spiel, doch spätestens nach dem Anschlusstreffer der Unterländer zum zwischenzeitlichen 2:1 war der Ausgang des Finals offener als es dem Favoriten lieb war.
Eine halbe Stunde dauerte es in der ersten Spielhälfte, ehe der FC Vaduz aus seiner Feldüberlegenheit erstmals Kapital schlagen konnte. Brian Beyer mit dem 1:0 und neun Minuten später Dominik Schwizer mit dem 2:0 sorgten für vermeintlich klare Verhältnisse. Dies war vor allem dem Umstand geschuldet, dass die USV in dieser Phase mehr für das Spiel tun wollte und so den Vaduzern Räume gab. Aber auch die USV belohnte sich. Kurz vor der Pause war es, Filip Radojicic der den Anschlusstreffer für den Aussenseiter markierte.
Im zweiten Spielabschnitt wollte es die USV dann wissen und kam gleich zu mehreren Chancen, von denen Luka Krbanjevic nach 60 Minuten eine zum umjubelten Ausgleich verwertete. Damit war der FC Vaduz wieder an der Reihe und zeigte tatsächlich eine starke Reaktion. Mats Hammerich in der 66. Minute und erneut Brian Beyer nach 75 Minuten schossen ihr Team komfortabel mit 4:2 in Front. Das war dann aber noch nicht das Ende, denn die USVler glaubten bis zum Schluss an sich. Sie wurden in der Nachspielzeit schliesslich für ihr unermüdliches Anlaufen auch belohnt, doch kam das 4:3 durch Mitko Gjorgjievski zu spät.
Unter dem Strich geht der Sieg für den FC Vaduz in Ordnung, doch wie USV-Trainer Patrick Winkler nach dem Spiel sagte, gab es an diesem Abend zwei Sieger, nämlich den FC Vaduz, der das Spiel gewann, und die USV, die stolz auf ihre tolle Leistung sein durfte.


